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Cruz, Juan


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


El País - Spanien | 24.04.2008

José Saramago über seine kritische Haltung zu Portugal

Nach einer schweren Krankheit hat der 85jährige portugiesische Schriftsteller José Saramago zum ersten Mal wieder an einer öffentlichen Veranstaltung teilgenommen: an der Eröffnung einer ihm gewidmeten Ausstellung in Lissabon. Im Interview mit Juan Cruz spricht er über seine Verbundenheit mit Portugal. "Ich sehe die soziale und politische Situation in diesem Land sehr kritisch. Es steht schlecht um die Moral der Menschen, als hätten sie die Zukunft aufgegeben. Wir sind wie eine Schafherde. Aber es ist mein Land. Vor einigen Jahren wurde ich gefragt, wie ich zu diesem Stück Erde stehe. Ich habe geantwortet: 'Mir gefällt, was dieses Land aus mir gemacht hat.' Es ist nicht das schönste, das klügste oder das innovativste Land, aber es ist mein Heimatland... Im Grunde ist die Frage ganz einfach: Ich kann Portugal kritisieren und mich gleichzeitig fragen, wer ich wäre, wenn ich nicht an diesem Ort geboren wäre."

El País - Spanien | 21.10.2007

Doris Lessing über den Terrorismus

Die britische Schriftstellerin Doris Lessing, die 2007 den Literaturnobelpreis bekommt, spricht im Interview mit Juan Cruz über den Terrorismus der IRA. "Man vergisst, dass die IRA Attentate auf unsere Regierung unternommen hat. Sie hat mehrere Menschen bei einem Parteitag der Konservativen getötet, bei dem auch Margaret Thatcher anwesend war. Menschen vergessen das. Der 11. September 2001 war furchtbar, aber denkt man an die Geschichte der IRA, dann ist das, was den Amerikanern zugestoßen ist, nicht mehr so furchtbar. Jeder Amerikaner würde mich für verrückt erklären. Viele Menschen sind gestorben, Prestigegebäude sind in sich zusammengefallen, aber das war weder so furchtbar noch so außergewöhnlich, wie manche glauben. Diese Menschen sind sehr naiv oder sie tun zumindest so."

El País - Spanien | 15.09.2006

Theaterskandal in Madrid

Der Schauspieler und Regisseur Pepe Rubianes hatte in Spanien für Streit gesorgt, indem er die Einheit Spaniens mit heftigen Worten infrage stellte. Nach Drohungen gegen ihn entschied er nun, sein Theaterstück 'Eran todos Lorca', das am 19. September im Spanischen Theater in Madrid Premiere haben sollte, abzusetzen. Der Leiter des Theaters, Mario Gas, kommentiert im Interview mit Juan Cruz: "Wir erleben einen Angriff auf die Meinungsfreiheit, die das Land zur Kenntnis nehmen sollte, damit sich so etwas nicht wiederholt... Jedes Mal, wenn ein Theaterstück nicht gespielt werden kann, ist die Freiheit in Gefahr. Natürlich können Richter und Gerichte über diese Art von Problemen entscheiden. Aber in der Zwischenzeit ist es wichtig, dass das Spiel normal und zivilisiert gespielt werden kann, gemäß den Freiheiten, die wir genießen. Man kann ja debattieren, reden - das ist das wichtigste Wort -, anstatt zu drohen."

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