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Csordas, Gabor
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Zum Tod des Lyrikers György Somlyo
György Somlyo, einer der wichtigsten ungarischen zeitgenössischen Lyriker, ist tot. Es sei schwer, als Europäer an der Peripherie der europäischen Kultur zu arbeiten, meint Dichter, Übersetzer und Verleger Gabor Csordas in seinem Nachruf: "Die Ungarn betrachten sich als Erben der griechischen und römischen Antike, der italienischen und französischen Renaissance, des spanischen und englischen Barocks, also als Erben der europäischen Kultur. Die Phase, als wir uns nach der Devise 'extra Hungariam non est vita' bewusst isolierten, haben wir weit hinter uns gelassen. Aber das Bewusstsein, verspätet zu sein, quält uns immer noch, wenn auch nicht mehr so heftig wie früher. Ungarische Künstler, die eindeutig im Kontext der europäischen Tradition stehen - die wir zur eigenen Tradition erklären und trotzdem als irgendwie 'fremd' empfinden - lehnen wir zwar nicht ab, aber durch unsichtbare Gesten weisen wir ihnen einen anderen Platz zu, als sie verdienen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Literatur, » Europa
EU-Erweiterung und kulturelle Traditionen
Gabor Csordas, einer der wichtigsten ungarischen Verleger, ist überzeugt, dass die EU nicht erweiterungsfähig ist, "solange die Integration verschiedener gesellschaftlicher Erfahrungen nicht stattfindet... Die EU der 25 Länder besteht aus Nationen, die auf dem Kulturerbe des Römischen Reiches basieren... Mit Rumänien und Bulgarien kommen Länder mit byzantinischem Erbe hinzu, einer gänzlich anderen kulturellen Tradition. Wenn wir behaupten, diese Länder seien uns ähnlich, verweigern wir ihnen die Möglichkeit, ihren Beitrag zu einem gemeinsamen Europa zu leisten. Wir behaupten, sie seien nicht anders als wir – das heißt, sie dürfen nicht anders sein, was nichts anderes bedeutet, als dass sie uns ähnlich werden müssen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, ungarisch)
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