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d'Arcais, Paolo Flores
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Paolo Flores d'Arcais' Kritik an der Papst-Enzyklika
Paolo Flores d'Arcais, italienischer Philosoph und Chefredakteur von MicroMega, kritisierte die jüngste Enzyklika von Papst Benedikt XVI."Der Kreuzzug geht weiter. Die päpstliche Enzyklika 'Spe salvi' vom 30. November billigt und radikalisiert das Anathema von einer katholischen Kirche, die gegen die Moderne steht. Die Moderne hat sich des Ungehorsams gegenüber Gott schuldig gemacht und ist verkommen, weil sie das in der Hoffnungslosigkeit des Nihilismus tut. Nun ist alles gesagt. Selbst die Demokratie ist eine Lüge, wenn die Souveränität der Menschen nicht dem Imperativ des 'Naturgesetztes' unterworfen ist, wenn also die Freiheit nicht mit dem Gehorsam gegenüber den Anordnungen der Kirche verbunden ist, die als einzige das Recht hat, das Naturgesetz und den Willen Gottes zu interpretieren. Demokratie muss christlich sein, sonst ist sie unmenschlich. Ein Mysterium wurde endlich enthüllt... Das Böse ist die Aufklärung, das Projekt der Autonomie des Menschen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Religion, » Italien, » Global
Paolo Flores d'Arcais über Romano Prodis Berlusconismus
"Die Regierung Prodi hat die Wähler verraten", erklärt der italienische Philosoph und Intellektuelle der Linken Paolo Flores d'Arcais im Interview mit Petra Reski. Prodi betreibe einen Berlusconismus ohne Berlusconi. "Ein Wahlversprechen war, alle Gesetze, die auf die persönlichen Probleme Berlusconis zugeschnitten waren, rückgängig zu machen. Es wurde aber nur ein einziges kassiert - vom Verfassungsgericht und nicht von der Regierung. Es gab keine einzige Reform der Justiz. Nur eine gewaltige Strafamnestie. Da waren sich alle einig, sowohl die Rechten also auch die Linken. Denn sie haben alle in ihren Reihen Leute, die als Angeklagte vor Gericht stehen. Dennoch: Obwohl die Regierung Prodi die Wählerschaft in allen Punkten ihres Wahlprogramms betrogen hat, müssen wir diese Regierung halten. Weil Berlusconi keine Alternative ist."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Italien
Flores d'Arcais über das Ende der Ära Berlusconi
Der italienische Philosoph Paolo Flores d'Arcais, der die Zeitschrift MicroMega herausgibt, hofft, dass der "Albtraum Berlusconi" endlich zu Ende ist. "Gelingt es der Regierung Prodi nicht, dem Medienmonopol Berlusconis sofort ein Ende zu bereiten..., schafft sie es nicht, ein Gesetz zu erlassen, nach dem man zwischen wirtschaftlicher und politischer Macht wählen muss..., dann wird Berlusconi weiterhin der 'Herr' des italienischen Sonderwegs sein. Falls es in einem Jahr Neuwahlen geben sollte, hätte er große Chancen, sie zu gewinnen. Solange diese Wurzeln nicht gekappt werden, trifft auf Italien zu, was Dante-Alighieri vor fast acht Jahrhunderten geschrieben hat: 'Ach! sklavisches Italien, Wohnhaus der Schmerzen, Schiff ohne Steuermann in großen Ungewittern, nicht mehr Beherrscherin der Provinzen, sondern Bordell der Tyrannen!'"
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