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Dajnow, Ewgenij
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Ewgenij Dajnow über die Vorteile der EU-Spaltung
Infolge der Euro-Krise sprechen immer mehr Politiker von der Spaltung der EU in ein Europa der zwei Geschwindigkeiten. Bulgarien wäre außerhalb des harten Kerns der EU durchaus besser aufgehoben, meint der Politologe Ewgenij Dajnow in der Tageszeitung Trud: "Es wäre gar nicht so schlecht, wenn Merkozy uns außen vor lässt aus ihrem 'Kern' der Eurozone. Das heißt, der 'Kern' wird die Schulden Griechenlands und Italiens abzahlen und französische Banken retten. Wir hingegen bleiben im Kreis der stärker liberalisierten Marktwirtschaften mit diszipliniertem Haushalt. Die führende Kraft in unserem Klub wird Großbritannien sein, was man Merkozy gegenüber sicherlich bevorzugen sollte. Jedenfalls kommen die Briten nicht auf die Idee, uns höhere Steuern aufzudrücken oder das französische Modell einer gelenkten Wirtschaft. Britische Zeitungen rufen bereits den Premier Cameron dazu auf, die Führung über die zehn Verbannten aus der Eurozone zu übernehmen. Nach der britischen Politik zu urteilen, wird er es früher oder später auch tun."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Europa, » Bulgarien
EU zieht Bulgarien nach oben
Ohne die Hilfe der EU wäre Bulgarien heute so arm wie Mazedonien, meint der Politologe Ewgenij Dajnow und beschreibt in der Tageszeitung Trud seine Eindrücke von einer Reise ins Nachbarland: "Ich passiere die Grenze und stelle fest, dass ich mich in Bulgarien vor 15 Jahren befinde. Auf den ersten Blick sieht alles aus wie bei uns, nur viel kaputter und heruntergekommener. Die Häuser sehen ungepflegt aus, die Ausstattung im Hotel ist von 1983, die Geschäfte, Cafés und Kneipen am Straßenrand sind in Baracken und Garagen untergebracht. Es macht also doch einen Unterschied, ob man in der EU ist oder nicht, denke ich mir. Hätte man uns außen vor gelassen, wären wir jetzt genauso arm dran. Denn Bulgarien sieht heute viel europäischer aus als Mazedonien. Nicht weil wir die besseren Europäer sind, sondern weil uns Brüssel nach oben zieht, auch wenn wir uns noch so sehr dagegen wehren. Und die Ergebnisse sind offensichtlich."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » Bevölkerungsentwicklung, » Bulgarien, » Mazedonien
Bulgarien als trojanisches Pferd Moskaus?
Jewgeniy Daynow fragt vor dem Hintergrund der estnisch-russischen Auseinandersetzungen um das sowjetische Soldaten-Denkmal, wie es um das Verhältnis zwischen Russland und Bulgarien bestellt ist: "In den vergangenen Tagen haben westliche Institutionen und Medien begonnen, die größte Bedrohung für Europa zu diskutieren: die klare Absicht des Kreml, seine Position nicht nur in den ehemaligen sowjetischen Republiken wieder herzustellen, sondern auch an der 'weichen' Peripherie. Wo stehen wir? Dem Kreml gelten wir als besonders weich. Moskau zählt darauf, seinen Einfluss bei uns verhältnismäßig leicht sichern zu können... Es gibt einen neuen Monopolvertrag mit Gasprom, Gasprom ist am [bulgarischen] Atomkraftwerk Belene beteiligt, eine Gaspipeline durch den Süden von Bulgarien ist in Planung, und nun werden auch noch geheime Daten mit dem russischen Geheimdienst ausgetauscht. Es wird immer schwerer, den Verdacht zu zerstreuen, dass Bulgarien in Wirklichkeit eine Rolle spielt, die vom Kreml diktiert wird. Bulgarien soll das trojanische Pferd Russlands in der westlichen Gesellschaft werden."
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