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de Azúa, Félix


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


El País - Spanien | 23.03.2009

Félix de Azúa über Korruption in Spanien und Italien

Félix de Azúa sucht in der spanischen Tageszeitung El País nach den historischen Ursachen für den hohen Korruptionsgrad in Spanien und Italien: "Es gab eine Zeit, in der sich die spanischen Politiker davor zu hüten schienen, straffällig zu werden - wie in Italien. Jenes Land wurde von einer Führungsklasse vernichtet, die dreist die sie finanzierende Bevölkerung auf Abstand hielt. Man dachte, in Spanien würde so etwas nicht passieren, aber die vergangenen Monate haben gezeigt, dass sich die Kleptokratie auch hier ausbreitet. ... Die Parallele zu Italien lässt sich nicht nur durch das schlecht ausgeprägte Justizsystem erklären oder durch die von Unehrlichkeit durchsetzten mediterranen Gesellschaften, sondern auch durch die Tatsache, dass die Italiener nur ein paar Jahrzehnte weniger Faschismus erlebt haben als die Spanier. Der Faschismus ist - außer einer lächerlichen Ideologie - ein System, dass alle Ressourcen im Land nationalisiert und unter den Systemtreuen aufteilt. ... Wenn es in Italien oder in Spanien eine Säuberung aller derjenigen gegeben hätte, die sich durch den Faschismus bereichert haben, wäre in den Führungsebenen niemand mehr übriggeblieben. Und es waren dieselben, die darüber entschieden, ob es eine Säuberung gab oder nicht."

El País - Spanien | 10.05.2007

Félix de Azúa über den Mythos vom Ende der Welt

"Jede Gesellschaft halluziniert metaphorisch über das Ende der Welt", schreibt der spanische Schriftsteller Félix de Azúa und präsentiert eine Liste der Geißeln der Menschheit. "Heute sind unsere Körper Luxusprodukte geworden - welche Schuld quält die Opulenten, die Reichen, Weisen und Schönen? Vielleicht die Syphilis der Welt, besser bekannt als Klimawandel. Ein Phänomen, das den Planeten seit Beginn seiner Existenz betrifft, das aber durch unvermeidliche und erbarmungslose Hypertechnologisierung zugenommen hat... Beim Erzählen dieser Legende wird, wie auch bei der Tuberkulose oder der Pest, verallgemeinert. Doch selbst wenn ein solches Ende der Welt kommen sollte, würde es nur einen Teil der Erdenbewohner treffen... Es wird Opfer des Klimawandels geben, wie es Pest-, Tuberkulose- und Syphilis-Opfer gegeben hat. Aber selbst wenn man von Schlimmsten ausgeht, von einem klimabedingten Massensterben, wenn es das gibt, dann wird ein großer Teil des Planeten verschont bleiben: der Teil, der jeden Tag dem Ende der Welt beiwohnt, ohne sich im mindesten schuldig zu führen."

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