Navigation

 

Home / Autorenindex


de Romilly, Jacqueline


RSS Die Texte von "de Romilly, Jacqueline" als RSS-Feed abonnieren


In der europäischen Presseschau von euro|topics wurde bisher 1 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Vie - Frankreich | 03.05.2007

Jacqueline de Romilly über den schludrigen Umgang mit Sprache

In einem Interview mit Marie Chaudey beklagt die Gräzistin Jacqueline de Romilly, die Mitglied der Académie française ist, "den schlechten Zustand der französischen Sprache. Sie wird oft zu ungenau, wirr, schwerfällig benutzt. Die Literaturvermittlung ist ohnehin in der Krise und leidet in jeder Hinsicht. Ich bekomme viele Briefe von Unbekannten: Es ist unmöglich herauszubekommen, ob sie von Männern oder Frauen stammen, die Adjektive sind mal feminin, mal maskulin... Auch Journalisten bedienen sich, wenn sie nicht sehr auf der Hut sind, eines Jargons. Eine präzise Sprache ist jedoch unabdingbar für Gedankenreichtum. Eine verarmte Sprache liefert auch nur armselige Gedanken. Das richtige Wort finden ist wesentlich. Das gilt im Alltag ebenso wie in der Firma, wenn man beispielsweise ein Projekt vorstellen will. Nur wer seine Gedanken richtig ausdrückt, kann sie auch umsetzen, sich verständlich machen und andere Ausdrucksmittel wie beispielsweise Gewalt vermeiden."

» Autorenindex


Weitere Inhalte