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Deckers, Daniel
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Papst antwortet Bischöfen
Papst Benedikt XVI. hat sich in einem Schreiben an alle katholischen Bischöfe gegen Kritik an der Re-Inkommunikation der vier Bischöfe der Pius-Bruderschaft zur Wehr gesetzt. Die konservative Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt: "In Anbetracht der Reaktionen unter der Mehrzahl der Katholiken in Deutschland und in Frankreich hieße es jedoch, das Verhältnis von Ursache und Wirkung zu verkennen, wären die jüngsten Verwerfungen nur das Ergebnis einer nicht vorhersehbaren 'Panne'. Die deutschen Bischöfe haben angemerkt, dass es um das institutionelle Gefüge der Kirche - vor allem um das Miteinander von Papst und Bischöfen und das Verhältnis von Welt- und Ortskirche - nicht zum Besten bestellt sei. Daran wird auch die vom Papst angekündigte, längst überfällige Eingliederung der Kommission 'Ecclesia Dei' in die vatikanische Glaubenskongregation wenig ändern. Mit gutem Willen, mehr Internet und einigen organisatorischen Retuschen allein ist es angesichts des Zustands der Kurie und der Bedeutung der Wiedereingliederung der Pius-Bruderschaft nicht getan."
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Papst schadet der Kirche
Zu den weltweiten Protesten gegen die Rehabilitierung der vier Traditionalisten-Bischöfe durch Papst Benedikt XVI. schreibt die konservative Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Papst Benedikt hat nicht nur einen Holocaust-Leugner rehabilitiert, was nie und nimmer hätte geschehen dürfen. Er hat Bischöfen die volle Gemeinschaft angeboten, die eingestandenermaßen nicht auf dem Boden der Lehre der Kirche stehen und zudem die Spitze einer Bewegung bilden, die die Grundlagen demokratisch verfasster Gesellschaften ablehnt. Der Schaden für die Kirche im Allgemeinen und das Papstamt im Besonderen ist unermesslich."
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Generation WJT
Die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung kommentiert die Wandlung des Weltjugendtags (WJT) während der letzten zehn Jahre. "Rom, Toronto, Köln und nunmehr Sydney stehen nicht für eine Steigerung, sondern für einen Rhythmus von Ekstase und Alltag, der es mittlerweile erlaubt, von einer in die Millionen gehenden, weltumspannenden 'Generation WJT' zu sprechen. Sie eint ein Lebensgefühl, das sich von dem der Achtundsechziger und ihrer Kinder elementar unterscheidet. Nicht der Kalte Krieg und der Kampf konkurrierender Weltanschauungen ist ihr beengender und beängstigender Horizont ..., sondern eine in jeder Hinsicht entgrenzte Welt, in der die Globalisierung und die mit ihr einhergehende Beschleunigung alle Grenzen überwinden. ... In dieser Welt ohne Halt erweist sich die katholische Kirche mit ihrem Anspruch, Institution und nicht nur Organisation zu sein, immer mehr als retardierendes und zunehmend widerständiges Moment. Gerade deshalb steht sie im Einklang mit den Hoffnungen der Menschheit in Nord und Süd auf Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung."
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Der Papst besucht die Türkei
Aus vatikanischer Sicht ist die Türkeireise von Papst Benedikt XVI. ein Versuch, das Schisma zwischen römisch-katholischer und orthodoxer Kirche zu überwinden. Der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper erläutert im Interview mit Daniel Deckers: "Fünfhundert Jahre lang gab es keine Begegnungen zwischen einem Papst und einem Ökumenischen Patriarchen... Der Besuch soll ein Signal sein, dass die Kirchen des Ostens und des Westens sich entschieden haben, den Weg ihrer Annäherung bis hin zur vollen Gemeinschaft entschlossen weiterzugehen. Die Konflikte in der globalisierten Welt zwingen die Christen, zusammenzurücken und ihre Gemeinsamkeiten gegenüber der islamischen, aber auch der säkularisierten Welt zu entdecken. Das Zusammenrücken der Kirchen des Ostens und des Westens kann außerdem die Integration von Ost- und Westeuropa fördern."
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