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Defossez, Alexandre


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Soir - Belgien | 13.12.2007

Der Vertrag von Lissabon

Der Europarechtler Alexandre Defossez von der Universität Lüttich bezweifelt, dass der EU-Vertrag das Problem behebt, das mit der Ablehnung der Verfassung entstanden ist. "Für viele Bürger bleibt die Union... ein politisch unklares Etwas, das rein ökonomischen Zielen dient, ein Projekt, für das man sich nur schwer begeistern kann. Die Symbole der Union - die Fahne, die Hymne, große Teile der Präambel, die (unglücklich gewählte) Bezeichnung 'Verfassung' - sind nicht in den neuen Vertrag aufgenommen worden. Die Union ist ihrer schönsten Schmuckstücke beraubt und zeigt nun die triste Fassade eines hermetischen Textes, der aus einer Litanei schwer verdaulicher Ergänzungen besteht. Sie bleibt eine nie dagewesene Form internationaler Zusammenarbeit, der aber die Fähigkeit zur Selbsttranszendenz abgeht: Sie schafft es nicht, eine eigene Symbolik zu schaffen, mit der sich die Bürger identifizieren können."

La Libre Belgique - Belgien | 11.04.2007

Europa auf dem Weg in den Wirtschaftsliberalismus

Alexandre Defossez, Assistent am Institut für europäische juristische Studien der Universität Lüttich, bedauert das mangelnde Europa-Engagement der Kandidaten im französischen Präsidentschaftswahlkampf. "Analysiert man die Vorschläge der Kandidaten für das Amt des Präsidenten, zeigen sie einen galoppierenden Euroskeptizismus. Frankreich muss sich ernsthaft nach seinem europäischen Engagement fragen - ohne das wird es keine Lösung geben. Angesichts der Macht aufstrebender Länder wie Indien, China oder Brasilien riskieren die europäischen Partner Frankreichs, radikale wirtschaftliche Lösungen wählen zu müssen, um den künftigen Herausforderungen die Stirn zu bieten. Paradoxerweise könnte so das Nein der Franzosen [zur EU-Verfassung], das Ausdruck einer Zurückweisung des tatsächlichen oder unterstellten Liberalismus der Union war, dazu führen, dass dieser Weg weiter verfolgt wird, bloß weil es keine glaubwürdige und plausible Alternative gibt."

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