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Delhommais, Pierre-Antoine


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Monde - Frankreich | 16.08.2008

Wohlstand ist nicht gleich Demokratie

Die Tageszeitung Le Monde beschreibt, wie sich Wohlstand und Demokratie nicht unbedingt gleichzeitig entwickeln: "Es ist eine der traurigen Lehren des Frühlings und des Sommers: Der Wohlstand eines Landes entspannt die Seelen seiner Führer nicht. China und Russland erlebten beide außergewöhnliche Wachstumsleistungen in den letzten Jahren. Dies verhinderte nicht, dass China die Demonstrationen in Tibet hart niederschlug und Russland Georgien bombardierte. ... Wir sind weit von der idealen und idealisierten Welt entfernt, von diesem erträumten Ende der Geschichte, bei dem die Verbesserung des Lebensstandards in einem Land, die Entwicklung von Handelsbeziehungen und die Öffnung für Auslandskapital eine Regierung spontan dazu brachten, sich weniger autokratisch und friedlicher zu zeigen. ... Das Gegenteil ist sogar der Fall: Die Erhöhung des nationalen Reichtums scheint ein gleichlaufender Anstieg eines Allmachtsgefühls der Führer zu begleiten. ... Was noch enttäuschender ist: Während der wirtschaftliche Wohlstand ein Regime nicht weniger autoritär macht, scheint Demokratie auch keine positive Auswirkung auf die Wachstumsrate zu haben."

Le Monde - Frankreich | 30.10.2007

Der Euro als unpolitische Währung

Pierre-Antoine Delhommais sieht im steigenden Eurokurs ein Zeichen dafür, dass Europa politisch schwach ist. "Dass der Euro heute so stark ist, liegt daran, so paradox es scheinen mag, dass Europa politisch nicht existiert. Europa kann sich auf dem internationalen Währungsmarkt nicht gegen den Willen des Weißen Hauses behaupten... Für die Amerikaner bleibt die einzige Stimme, die auf dem Währungsmarkt zählt, immer noch die von Deutschland - auf Grund der ruhmreichen Vergangenheit der deutschen Mark. Frankreichs Stimme gilt als exotisch... Natürlich weiß das Weiße Haus, dass 'Mister Euro' niemand anderes ist als EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Doch der will nicht nur den Leitzins, sondern auch über die Regulierung der Wechselkurse bestimmen. Mit der Konsequenz, dass der Euro weltweit die einzige unpolitische Währung ist, die in den Händen einer gleichfalls unpolitischen Institution liegt."

Le Monde - Frankreich | 14.06.2007

Sarkozy mildert seine Kritik an der EZB

Pierre-Antoine Delhommais weist darauf hin, dass Nicolas Sarkozy gleich nach seiner Wahl zum Präsidenten Frankreichs seine Kritik an der Europäischen Zentralbank zurückgenommen hat. "Nicolas Sarkozy hat schnell begriffen, dass es schwierig ist, als einer der schlechtesten Schüler in der Eurozone seine wirtschaftlichen Ansichten den besseren Schülern aufzuzwingen... Eine diplomatische Offensive, um den Kurs des Euro zu senken, setzt einen Konsens der Euro-Staaten voraus, der sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzeichnet. Man bräuchte die Zustimmung Deutschlands, das der starke Euro aber nicht daran hindert, Handelsüberschüsse in Rekordhöhe zu erzielen und das schon immer eine Vorliebe für eine starke Währung hatte... Um den Euro senken zu können, müsste das deutsch-französische Paar wieder zusammenkommen. Europa müsste stark und einig sein, es müsste eine ökonomisch starke Regierung haben, die es mit der EZB aufnehmen und auf Augenhöhe mit den USA und Japan reden könnte."

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