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Denis, Fernand
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Fatih Akin über seine Neugierde auf die Türkei
Der deutsch-türkische Regisseur Fatih Akin erklärt Fernand Denis im Interview, warum es in seinen Filmen immer mehr um die Türkei geht. "Je mehr ich in der Türkei drehe, umso mehr fühle ich mich als Türke. Ich glaube, dass ich immer wieder versuche, die Türkei zu verstehen. Wenn man den deutschen Teil des Films 'Auf der anderen Seite' mit dem türkischen Teil vergleicht, dann ist die Türkei viel anziehender, das Licht ist schöner, denn es gibt viel Sonne. Ich kenne Deutschland gut, ich bin dort aufgewachsen. Deutschland kann mich also nicht so neugierig machen wie die Türkei. Mein Bild von Deutschland ist banal, die Türkei ist für mich ein Abenteuer... Vor zwei Jahren habe ich mich mit der Frage der europäischen Integration der Türkei beschäftigt. Es ist zu leicht, ja oder nein dazu zu sagen. Einen Film zu machen ist für mich ein Mittel der Reflexion, das dazu dient, meine Position zu bestimmen und zu einer Meinung zu einem Thema zu kommen."
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Marjane Satrapi über den Kampf der Kulturen
Aus dem Comic "Persepolis" von Marjane Satrapi, der von einer bewegten Kindheit im Iran erzählt, ist ein Zeichentrickfilm geworden, der am 27. Juni in die französischen Kinos kommt. Satrapi spricht im Interview mit Denis Fernand über die Theorie vom Kampf der Kulturen. "Die wahre Spaltung der Welt besteht nicht zwischen dem Orient und dem Westen, zwischen Norden und Süden, sondern die zwischen Blöden und Nicht-Blöden, zwischen demokratischen Gesellschaften und nicht-demokratischen Gesellschaften. Meiner Auffassung nach ist eine Gesellschaft dann demokratisch, wenn Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Im Iran zählt eine Frau nur halb so viel wie ein Mann... Langfristig werden die Dinge sich ändern. Manche meinen zwar, es sei gut, Demokratie zu bringen, indem man Bomben auf Menschen wirft und Coca-Cola in die Läden stellt. Doch muss man aufhören, an diese angeblich so große westliche Kultur zu glauben. Ihr seid zivilisiert, weil ihr keinen Hunger leidet. Würde man die Geschäfte in Paris schließen und den Strom kappen, wäre von Zivilisation nicht mehr lange etwas zu spüren."
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Der Schmetterling unter der Taucherglocke
Cannes-Reporter Fernand Denis ist überwältigt vom französischen Festival-Beitrag "Schmetterling und Taucherglocke" von Julian Schnabel. Der Film ist eine Verfilmung des gleichnamigen Buches von Jean-Dominique Bauby, der sich nach einem Schlaganfall nur durch Zwinkern mit dem linken Auge verständigen konnte und so auch seine Memoiren diktiert hat. "Julian Schnabel hat den Autor und sein Werk inszeniert und dabei paradoxerweise auf das außerordentliche Moment verzichtet; er hat nicht die Heldentat aufgebauscht; er hat auch nicht die Charakterstärke des Autors verherrlicht. Ihn interessiert etwas anderes. Was ist menschenwürdig? Ist es dieser gelähmte Mensch, der nur noch mit seinem linken Augenlid zucken kann? Ist er noch ein Mensch oder nur noch ein lebloses Ding, wie manche glauben?... Ein Mensch, das ist eine Perspektive. Schnabel wird diesen Blick eines Schmetterlings unter der Taucherglocke zeigen, eingeschlossen in der Einsamkeit, im ehrlichen Dialog mit sich selbst."
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