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Di Vico, Dario
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Gewerkschaften rennen stur in die Krise
Die Gesprächsrunde zwischen den drei größten italienischen Gewerkschaftsverbänden mit Premier Mario Monti am Sonntagabend ist gescheitert. Der für den heutigen Montag angekündigte dreistündige Streik von CGIL, CISL und UIL, der sich vor allem gegen die Rentenreform richtet, findet demnach statt. Die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera hält den Streik für falsch und wirft den Gewerkschaften vor, an veralteten Strategien festzuhalten: "Haben sich die Gewerkschaften ausreichend mit der Problematik beschäftigt, die der dramatische Herbst der steigenden Zinsaufschläge für Staatsanleihen aufwirft? Man hat den Eindruck, dass sie der Weitsicht entsagt haben. Die Gewerkschaften ähneln zunehmend Fußballspielern, die ängstlich eine Mauer aufbauen, aber erst nach dem Freistoß. Stattdessen sollten die Gewerkschaften auf eine neue Spieltechnik setzen und den Mut zu neuen Verhandlungen haben. ... Die strikte Ablehnung verrät eine Haltung, die hinter jeder Reform nur den Hinterhalt, nie die Gelegenheit zur Erneuerung wittert."
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Weder 68er noch Große Depression
"Vergleiche hinken," meint die Tageszeitung Corriere della Sera. Deshalb solle man weder die derzeitige Studentenbewegung - die "onda" - in Italien mit der 68er Bewegung vergleichen, noch die Große Depression von 1929 mit der heutigen Wirtschaftskrise. "Die Onda scheint nicht den gleichen kreativen Effekt zu haben wie die Bewegung vor 40 Jahren. … Die 68er waren die politische Manifestation des Reifeprozesses einer sozialen Bewegung, die in vielen Familien den ersten Universitätsabsolventen produzierte. Die Onda bewegt sich dagegen in einer verknöcherten Gesellschaft, in der die Mechanismen der Kaste sich bester Gesundheit erfreuen und die Liberalisierungen brach liegen. … 1929 und 2009 sind nicht vergleichbar ... 1929 sank das amerikanische Bruttosozialprodukt um 30 Prozent, jeder vierte Amerikaner wurde arbeitslos, die heutigen Prognosen sagen einen Rückgang von 0,7 Prozent für Amerika und 0,5 Prozent für die Eurozone voraus ... Es ist klar, dass die Größenordnung eine vollkommen andere ist als die der Großen Depression."
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Haushaltsdefizit in Italien
Die von Brüssel ausgesprochene Warnung an Italien, aufgrund seiner hohen Verschuldung (der höchsten in Europa) den Stabilitätspakt zu verletzen, lässt Dario Di Vico über Einsparungsmöglichkeiten nachdenken: "Es gibt einige beispielhafte Länder wie Belgien und Irland, die zeigen, dass man Schulden am besten graduell abbauen sollte, indem man ein Haushaltsüberschuss produziert und auf Wachstum setzt. Kein Land ist der Schuldenfalle entkommen, ohne das Wachstum seiner Wirtschaft zu stärken. Das dürfte auch für Italien gelten. Deshalb sollte man die Steuern senken, aber gleichzeitig drastisch die Ausgaben zurückfahren... Eine solche Maßnahme dürfen wir nicht auf die lange Bank schieben."
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