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Dragotescu, Corina
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Rechtsextreme Patrouillen alarmieren Rumänien
Im rumänischen Braşov hat die rechtsextreme Vereinigung Neue Rechte begonnen Straßenpatrouillen durchzuführen, angeblich um Ordnung in der Stadt zu schaffen. Ihre Mitglieder seien zuvor angegriffen worden, aber die Polizei habe sie nicht verteidigt. Die Tageszeitung Adevărul sieht in der Aktion ein alarmierendes Signal: "Der von der Neuen Rechte angeführte Anlass ist nur schwerlich zu akzeptieren. Das würde bedeuten, dass wir nach und nach verschiedene Institutionen durch andere ersetzen müssten. So beginnen für gewöhnlich Diktaturen. Sie rechtfertigen sich immer damit, dass die Gesellschaft ohnmächtig und Ordnung nötig sei. ... Der aktuelle Kontext spielt solchen Begründungen in die Hände. Die Wirtschaft befindet sich unter dem IWF-Diktat, der Staat wird immer schwächer und korrupter, die Politiker sind sowieso korrupt, das Parlament muss der Regierung gehorchen und der Präsident hat einen Hang zum Autoritären. Wenn wir nicht aufpassen, werden wir eines Tages spüren, dass die Institutionen wegen der Krise in den Ausnahmezustand geraten sind, und von dort aus wird es nur noch ein kleiner Schritt sein zur Diktatur."
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Große Koalition in Rumänien
Zum ersten Mal nach der Wende in Rumänien wird es eine große Koalition zwischen der national-liberalen Partei (PDL) und den Sozialdemokraten (PSD) geben. Beide Parteien hatten bei den Parlamentswahlen Ende November die meisten Stimmen erhalten. Die Zeitung Cotidianul sorgt sich um die Konsequenzen der Allianz. "Wie soll man einer Partei, die sagt, sie würde gegen die Linke kämpfen noch glauben, wenn sie gleich nach der Wahl ihr die Hand reicht? ... Sie [die Parteien] zerstören damit jeglichen moralischen Anhaltspunkt. Dem Volk erklärt man, dass dies nur wegen der Wirtschaftskrise geschehe. ... Die Wähler aus dem linken und konservativen Spektrum schienen vor den Wahl ideologisch klar getrennt zu sein. Mit bestem Gewissen und äußerst machthungrig gelang es den Politikern rechts und links sich aneinander zu schmiegen, weil dies die Krise so fordere. Doch die Wirtschaftskrise wird in einem Jahr vorbei sein. Und was wird bleiben? Eine Wählerschaft, die nicht mehr versteht, warum sie noch wählen gehen sollte, wenn es so unvorhersehbar ist, was letztendlich dabei heraus kommt."
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Das Schicksal der rumänischen Roma-Kinder
Bei einem Brand in einem Lager nahe der italienischen Ortschaft Livorno sind am 11. August vier Roma-Kinder rumänischer Herkunft umgekommen. In der rumänischen Presse wird Brandstiftung durch Extremisten als Ursache für das Feuer vermutet. Corina Dragotescu kommentiert: "Dass die Roma zuallererst ein rumänisches Exportprodukt sind, ist eine allbekannte Sache. Doch die Schuldigen des dramatischen Brandes in Italien sind nicht nur die extremistischen Gruppen, die solch einen Anschlag verantworten. Es sind auch die Eltern der toten Kinder und die rumänischen Behörden. Italien ist voll von rumänischen Zigeunern, die betteln: nicht nur Erwachsene, auch Kinder werden von ihren Eltern dazu gezwungen... Während der Westen bislang viel Geld und viele Jahre in Sozialprogramme investiert hat, um die erwähnten Phänomene abzubauen, haben die rumänischen Behörden all die Jahre nutzlos in der Gegend umhergeschaut."
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Securitate-Check der Patriarch-Kandidaten
Die Behörde zur Aufarbeitung der Securitate-Vergangenheit soll die 25 Kandidaten für die Nachfolge des verstorbenen Patriarchen der rumänisch-orthodoxen Kirche Teoctist prüfen. Es gebe in einigen Fällen starke Verdachtsmomente auf eine Securitate-Mitarbeit, so die Behörde. Corina Dragotescu kommentiert: "Die Diskussionen über die Zusammenarbeit einiger Geistlicher mit der Securitate sind nicht neu. Es hat mehrere Versuche gegeben, das Thema aufzuarbeiten, doch gab es immer wieder Rückschläge - sei es durch die Vermittlerkommissionen, sei es durch das Aufschieben des Themas. Diesmal sollte es geklärt werden, nicht zuletzt um dem christlichen Diktum vom 'reinen Leben' einen Sinn zu verleihen. Sicherlich werden sich automatisch andere Diskussionen ergeben. Könnte Reue über eine Zusammenarbeit mit der Securitate den Blick auf die Verstrickung mildern? Wie misst man Gut und Böse? Das sind Fragen, auf die man eine Antwort geben müsste, falls sich einer der Kandidaten als Securitate-Mitarbeiter erweist."
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