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Dumay, Jean-Michel


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Monde - Frankreich | 30.08.2008

Französisches Paradox

Die Tageszeitung Le Monde analysiert die Ergebnisse einer neuen Studie des französischen Centre d´Études de L'Emploi (CEE) über die Verhältnis der Franzosen zur Arbeit im Vergleich zu anderen europäischen Ländern: "Arbeit ist wichtig. Sehr wichtig sogar für die Franzosen. ... Während 40 Prozent der Briten und der Dänen erklären, dass Arbeit 'sehr wichtig' sei, denken dies 70 Prozent der Franzosen. ... Und warum? Weil sie sich wegen unerledigter Pflichten sorgen ...? Nicht wirklich. Wegen Angst vor Arbeitslosigkeit ...? Nicht nur. Vor allem jedoch, weil sie (wir) mehr als die anderen 'den Wunsch' hätten, sich selbst bei der Arbeit zu verwirklichen. ... Die Autoren der Studie haben festgestellt, dass die Franzosen stärkere Erwartungen bezüglich dem Interesse an ihrer Arbeit zeigen, dass sie stärker erwarten, dass sie ein Ort der 'Selbstverwirklichung', der 'Entfaltung' ... wird. Ein Ort, der Sinn stiftet. ... Das Paradox ... besteht darin, dass die Franzosen die Arbeit zwar für das 'Wichtigste' halten, jedoch auch am meisten möchten, dass sie ... weniger Raum in ihrem Leben einnimmt."

Le Monde - Frankreich | 26.05.2008

Conditio humana 2.0

Die Tageszeitung Le Monde reflektiert über einen Alltag, der immer mehr von technischen Geräten und virtuellen Welten geprägt wird: "Mit der Entwicklung des Cyberspace, der Netzwerke und der Mobiltelefonie ist die Welt innerhalb weniger Jahre ein riesiger, bewegter Ozean geworden, der nicht mehr nur von Energie und Materie beherrscht wird, sondern auch durch die Digitalisierung von Informationen, Wissen und Kenntnissen. ... In der Realität gibt es kein Element mehr, das nicht kodiert, gespeichert, manipuliert und verschickt, mit anderen Worten 'virtualisiert', werden kann. Damit ist das Zeitalter der 'Hyperinformation' angebrochen. ... Die Universalität und die Vielfalt der heute ... verfügbaren Kenntnisse führt zu einer Kollektivierung von Wissen. Es entsteht eine ständige Mischung aus Ideen, Werten und Kulturen. Ein ständig wachsendes Informationsmagma, mit dem sich jeder verbinden kann. ... Diese Entwicklung wird aber begleitet von einer emotionalen Übersättigung. Nachahmungseffekte führen dazu, dass sich Stereotypen verbreiten. Die Hyperinformation verändert die Beziehung des Individuums zur Realität."

Le Monde - Frankreich | 29.01.2007

Die neue Informationsgesellschaft

Die neuen Informationstechniken führten zu einer Überschwemmung mit Nachrichten, warnt der Journalist Jean-Michel Dumay. "Vor langer Zeit nahm man vor dem Empfänger Platz, um nach dem Essen ein paar Nachrichten zu hören... Früher waren die Verrichtungen des täglichen Leben (essen, arbeiten und so weiter) eng an Räume gekoppelt (Wohnzimmer, Büro). Das hat sich aufgelöst. Wir werden überall, jederzeit, je nach Bedarf informiert. Im Büro, in der U-Bahn, in der Küche. Wenn wir laufen, im Auto oder auf dem Fahrrad. Und es kostet fast nichts. Jeder Informierte scheint von einem Bedürfnis nach mehr Informationen getrieben, das manchmal geradezu frenetisch ist, im besten Falle Routine, jeder muss ständig auf dem Laufenden sein. Gerade das ist oft frustrierend. Denn diese Mauer aus Informationsberieselung bewirkt, ähnlich wie uniformes kollektives Denken, eine sterotype Geräuschkulisse, die vor allem auf Gefühlen basiert."

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