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Ephimenco, Sylvain
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Urbi gegen Orbi
Bei der Ostermesse zeigte sich Papst Benedikt XVI von allen Vorwürfen unberührt und ohne jegliches Mitleid, kritisiert die christlich orientierte Tageszeitung Trouw: "Um Mitleid mit Opfern zu zeigen, muss man das Leid der ganzen Menschheit aufnehmen können. Der Blick von Joseph Alois Ratzinger war leer, sein Herz verbarrikadiert. ... Die Kirche müsse sich nicht um das chiacchiericcio scheren, sagte Kardinal Angelo Sodano. Das Verb chiacchierare heißt soviel wie klatschen, tratschen, schwätzen. Das musste den Opfern von sexuellem Missbrauch reichen. Die Kirche ist kein Chat-Institut und die Ostermesse kein Internetforum, auf dem jeder seine Meinung äußern darf. Rom ist unfehlbar. Und wenn es nicht so zu sein scheint, dann kann Rom die sich verschwörende Welt immer noch der Intrige beschuldigen. Urbi gegen orbi."
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Tierpolizei gegen Ameisenschänder
Die niederländische Stadt Capelle aan den Ijssel bekommt eine lokale Tierpolizei. Herumstreunende Kater und störende Tauben müssen aber keine Polizeirazzien fürchten. Leider, meint Kolumnist Sylvain Ephimenco in der Tageszeitung Trouw : "Die Tierpolizei wurde eingerichtet, um wieder mal gegen den Menschen einzuschreiten. Nun bin ich natürlich gegen jede Art von Misshandlung von Haustieren. Es erfüllt mich sogar mit Grauen. Aber der Tierwahnsinn, der uns seit einiger Zeit im Griff hält, macht mich unruhig. Es beginnt bei dem geschlagenen Hund und dem unterernährten Pony und am Ende wird man wegen Ameisenmisshandlung verhaftet. In der dekadenten Gesellschaft, die wir schaffen, werden grausame Goldfischgläser, Zirkusse, Tiergärten, Fischsport, Pferdedressur, Ledersofas, Daunendecken und die goldene Kutsche [von Königin Beatrix] schließlich verschwinden. Was mich aber noch am meisten beunruhigt ist, dass wir bald eine Welt bekommen, in der Tierliebhaber ihre Mitmenschen hassen. ... Lieb zu den Tieren, gnadenlos gegen die Menschen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Niederlande
Die niederländischen Parteien geben sich geheimniskrämerisch
Der niederländische Premierminister Jan Peter Balkenende hat am 3. Januar angekündigt, dass Koalitionsverhandlungen aufgenommen werden. Sie werden an einem geheimen Ort stattfinden. "Das vorgeschlagene Bündnis zwischen der christdemokratischen DCA, der Arbeiterpartei PvdA und der Christlichen Union erscheint so unnatürlich und erzwungen, dass die Mehrheit der Befragten diese unangenehme Ménage-à-trois schon jetzt missbilligt", schreibt Sylvain Ephimenco. "Als ich gestern erfuhr, dass die ersten Sondierungsgespräche an geheimem Ort stattfinden, hat sich mein Unmut noch verstärkt. Das ist ja noch schlimmer, wenn man sich verstecken muss, um erste Kontakte zu knüpfen. Seit wann werden niederländische Politiker von der Presse verfolgt?... Diese geheimnistuerische Einstellung zeugt von mangelndem Selbstvertrauen und von mangelndem Vertrauen gegenüber anderen."
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Aufregung um Pädophilen-Partei
Sylvain Ephimenco kommentiert die Gründung der Partei "Nächstenliebe, Freiheit und Vielfalt" (NVD), die für die Legalisierung von Kinderpornografie eintritt und sexuelle Beziehungen ab einem Alter von 12 Jahren für legal erklären lassen will. "Die Niederlande scheinen zur europäischen Wiege der Intoleranz geworden zu sein", meint Sylvain Ephimenco ironisch und listet eine Reihe von ausländerfeindlichen Übergriffen auf. "Das ist alles ziemlich ärgerlich. Wie kann man die Freizügigkeit wiederfinden, die die Niederlande seit den 1960er Jahren zu einem Land der Toleranz gemacht hat? Zum Glück pflichtet Ad van den Berg, Chef der Pädophilen, der Toleranz-Idee von [Premierminister Jan Peter] Balkenende bei und gründet die erste Pädophilen-Partei der Welt... Was für eine Premiere! Während Kinderschänder weltweit verfolgt und bestraft werden, profilieren sich die Niederlande, indem sie ihnen einen Platz auf den Wahllisten anbieten."
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Kommunalwahlen in den Niederlanden
Die Niederländer haben bei den Kommunalwahlen am Dienstag für einen Linksruck gesorgt - die Parteien der regierenden Mitte-Rechtskoalition und die Populisten haben stark an Stimmen eingebüßt. Eine entscheidende Rolle haben dabei die Stimmen der mehr als eine Million in den Niederlanden lebenden Muslime gespielt, schreibt Sylvain Ephimenco. "Ich konnte es nicht glauben, bis ich gesehen habe, dass der fundamentalistische Imam von Rotterdam El Moumni für die Arbeiterpartei PvdA gestimmt hat. Er hat sogar das Kürzel der Partei abgewandelt in Pvdi, 'Partei des Islam'... Wenn wir uns die demographische Entwicklung in den großen Städten ansehen, so ist die Zukunft der Pvdi auf Rosen gebettet." Dieses Wahlergebnis lässt Ephimenco auch über den Ausgang der Parlamentswahlen im nächsten Jahr spekulieren: "2007 wird sich die Konfession der Regierung durch ein Bündnis von PvdA und CDA [die bisher regierenden Christdemokraten] ändern. Karikaturisten können sich schon mal ein Versteck suchen."
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