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Etwareea, Ram


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Temps - Schweiz | 17.04.2009

Freiheit als höchstes Gut

Rund 714 Millionen Menschen werden in Indien bis zum 13. Mai schrittweise zur Parlamentswahl aufgerufen. Die Tageszeitung Le Temps kommentiert den Urnengang, dessen Beginn von Gewalt überschattet wurde: "Die Parlamentswahlen in der größten Demokratie der Welt haben blutig begonnen. Von hier aus gesehen, wo es viele Wahlen gibt, die aber fast ohne Zwischenfälle verlaufen, mag der indische Fall verwirrend erscheinen. Hass, Geld, Gewalt und Erpressung scheinen weit verbreitet. ... Es ist ein riesiges Land mit einer alten Geschichte, die von Bündnissen, Spaltungen, Kolonialherrschaft und Unabhängigkeit gezeichnet ist. ... Es ist ein Land mit verschiedenen Kulturen, tausenden Sprachen und Dialekten, vielfältigen Religionen, einer zweistelligen Zahl von Kasten ... und schreienden Ungleichheiten. Dort leben 1,2 Milliarden Menschen. Wenn man Indien im Licht solcher Gegensätze beobachtet, verlieren die Parlamentswahlen ... ein wenig von ihrer außergewöhnlichen Seite. ... Die größte Demokratie der Welt ist gar nicht perfekt. Aber die Inder schätzen ihre Freiheit als ihr höchstes Gut."

Le Temps - Schweiz | 10.04.2008

Das Ende der Billiglöhne

Ram Etwareea kommentiert die jüngsten Streiks in Europa: "Der seit dem 24. März andauernde Streik bei Dacia (zur Renault-Gruppe gehörend) in Rumänien wird fortgesetzt... Die Lohnforderung hat nichts mit Dacia und noch weniger mit Rumänien zu tun. Die Bewegung hat alle zehn ost- und mitteleuropäischen Länder ergriffen, die der EU beigetreten sind. Unter dem Aushängeschild EU8+2 [Tschechien, Ungarn, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Bulgarien und Rumänien] sind sie wegen ihrer vielen billigen Arbeitskräfte zu einem Eldorado für die multinationalen Konzerne geworden... Doch nun geht das Zeitalter der Billiglöhne zu Ende... Diese Länder weisen inzwischen einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften auf, was die Löhne in die Höhe treibt. Die Arbeiter wechseln schneller den Arbeitgeber, manchmal nur, um ein paar Euro mehr zu bekommen."

Le Temps - Schweiz | 09.04.2008

Höchstpreise für Lebensmittel

In vielen Länden ist es wegen des Anstiegs der Lebensmittelpreise zu "Hunger-Unruhen" gekommen, berichtet Ram Etwareea. "Zurzeit sind vor allem Spekulationen und Missernten für die Krise verantwortlich. Aber eine Wiederbelebung der Landwirtschaft zum richtigen Zeitpunkt ist notwendig, damit die Erde neun Milliarden Menschen ernähren kann, von denen die meisten in Städten leben... Sicher ist in erster Linie die Politik in Asien, Afrika und Südamerika schuld an der Krise. Madagaskar und Simbabwe etwa, früher die Kornkammern Afrikas, müssen heute um das Notwendigste betteln. Aber die Lebensmittelkatastrophe ist auch ein Ergebnis der Landwirtschaftspolitik der USA und Europas, die ihre eigenen Interessen ungerechterweise weltweit durchgesetzt haben. Protektionismus und unfaire Konkurrenz haben die Landwirtschaft in den armen Ländern zum Erliegen gebracht... Die Preisexplosion hat für eine neue Dynamik gesorgt. Europa und die USA wollen die Subventionen für ihre Bauern abbauen."

Le Temps - Schweiz | 17.08.2007

Konkurrenz um außereuropäische Arbeitskräfte

Polen öffnet seinen Arbeitsmarkt für außereuropäische Arbeitskräfte, stellt der Journalist Ram Etwareea fest. "Letzten Monat hat Arbeitsministerin Anna Kalata in Neu-Delhi ein Abkommen zur Rekrutierung indischer Arbeitskräfte unterzeichnet. Das ist eine spektakuläre Wende. Nach dem Beitritt zur Europäischen Union hat Polen zwischen ein und zwei Millionen seiner Staatsangehörigen exportiert - vor allem nach Großbritannien, Irland oder Deutschland. Seitdem... leidet das Land an einem Mangel sowohl an qualifizierten als auch an ungelernten Arbeitskräften... Nach Jean Philippe Chauzy, dem Sprecher der Internationalen Organisation für Migration OIM in Genf, müssen sich die europäischen Ländern auf einen harten Wettbewerb um außereuropäische Arbeitskräfte einstellen: 'Sie müssen attraktiver werden, um mit traditionellen Einwanderungsländern wie Australien oder Kanada konkurrieren zu können, die Fachkräften verlockende Bedingungen bieten.'"

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