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Favilla,


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Les Echos - Frankreich | 13.12.2011

Frankreich braucht Top-Rating gar nicht

Die Herabstufung der hohen Kreditwürdigkeit Frankreichs wäre zu verkraften, hat Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy am Montag in einem Interview mit der Tageszeitung Le Monde gesagt. Er nährte damit Spekulationen, dass der Verlust des Top-Ratings bevorstehen könnte. Die liberale Wirtschaftszeitung Les Echos mahnt zur Gelassenheit: "Wir starren auf unser Rating und begutachten unser dreifaches A. Die Märkte glauben es bereits verloren. Wenn das Thema kurz vor der Präsidentschaftswahl politisch nicht so viel Gewicht hätte, müsste man daraus aus verschiedenen Gründen kein Drama machen: Auch andere europäische Länder mit Top-Bonität mussten eine schleichende Steigerung der Zinsaufschläge hinnehmen (Finnland, Österreich, Niederlande). Sogar Deutschland hatte kürzlich Schwierigkeiten beim Verkauf seiner Staatsanleihen. Die USA wurden unlängst auf AA+ herabgestuft und machen dank des Eingreifens der Fed und ihres Status als vorherrschende Finanzmacht weiter als wäre nichts gewesen - trotz der momentanen politischen Blockade. Nur wenn es Europa nicht gelingt, seine politischen Probleme in den Griff zu bekommen, werden die Agenturen erbarmungslos empfindlich reagieren."

Les Echos - Frankreich | 11.02.2011

Paris ohne hässliche Werbung

Die Pariser Stadtverwaltung möchte die Außenwerbung in der Stadt reduzieren. Die Wirtschaftszeitung Les Echos begrüßt die Initiative und fordert zusätzlich eine ästhetische Kontrolle der Werbung: "Eine Verteufelung ist sicher oft unangemessen, doch sind sich alle darin einig, dass Werbung im Übermaß eine wahre Plage ist, wenn sie das Stadtbild zerstört oder ein Bauwerk entstellt. ... In dieser Diskussion wird jedoch vergessen, dass die Werbeplakate nicht nur ein Verkaufsmittel für eine Marke sind, sondern auch ein Schauspiel, das mal mehr, mal weniger angenehm ist. Man beschwert sich über die 'Werbeverschmutzung', besucht aber mit Vergnügen die Ausstellungen berühmter Werbegraphiker. ... Es ist auf jeden Fall gut, die Werbeflächen zahlenmäßig zu reduzieren, doch müsste die neue Pariser Regelung auch eine Ästhetik-Kommission einsetzen, um das Recht auf Hässlichkeit abzuschaffen."

Les Echos - Frankreich | 23.10.2009

Internet ist kein Kulturfeind

Das französische Kulturministerium hat diese Woche zum fünften Mal seinen seit 1997 regelmäßig erstellten Bericht über die kulturellen Aktivitäten der Franzosen im Internet-Zeitalter veröffentlicht. Die Wirtschaftszeitung Les Echos kommentiert die Ergebnisse: "[Das digitale Zeitalter] bricht die Verbindung auf, die zwischen jeder Art kultureller Aktivität und deren Träger bestand (das Buch für die Lektüre, der Kinosaal oder der Fernsehapparat für Filme, das Konzert oder die Stereoanlage für die Musik). … De facto geht das Interesse fürs Lesen in allen Altersklassen weiter zurück. Aber die Studie bringt mindestens zwei gute Neuigkeiten. Die erste ist, dass der Besuch kultureller Veranstaltungen (Theater, Konzerte …) im Vergleich zu 1997 relativ stabil geblieben ist. Das Kino verbucht sogar einen spektakulären Besucheranstieg. Die zweite ist, dass diejenigen, die täglich im Internet surfen (abgesehen von beruflichen Pflichten), auch diejenigen sind, die am häufigsten ins Theater oder ins Museum gehen oder lesen: Die digitale Technologie ist kein Feind der Kultur."

Les Echos - Frankreich | 13.03.2007

Ein Lob für Chirac

"Jacques Chirac hat am Sonntagabend eine der schönsten Reden seiner langen politischen Karriere gehalten", urteilt die Zeitung. "Er hat sich vom Ton des Wahlkampfs abgesetzt. In den vergangenen Wochen haben die Kandidaten, die seine Nachfolge antreten wollen, an TV-Talkshows und Bürgerdebatten teilgenommen, die dazu da waren, die 'wahren Menschen' mit ihren persönlichen Problemen zu zeigen. In diesem Spiel ist der Beste derjenige, der am meisten Mitgefühl zeigt. Aber von einem Präsidenten verlangt man kein Mitgefühl... Die letzte Rede von Jacques Chirac war eine klare Demonstration von Distanz, die eine mitfühlende Haltung klar von der Verantwortung eines Präsidenten trennt, ja trennen muss."

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