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Ferrari, Antonio


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Corriere della Sera - Italien | 23.12.2011

Frankreich kann Türkei egal sein

Als Reaktion auf das französische Genozid-Gesetz hat die Türkei die bilateralen Beziehungen zu Frankreich weitgehend auf Eis gelegt. Ankara kann es sich auch leisten, Paris den Rücken zu kehren, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Das Land erfreut sich bester Gesundheit. Es hat ein beneidenswertes Bruttoinlandsprodukt. Seine aggressive Außenpolitik erzielt schmeichelhafte Ergebnisse. Der Drang, der Europäischen Union beizutreten, hat nachgelassen. Und das in einem Maße, dass Ankaras EU-Bestrebungen vermutlich vollkommen eingeschlafen sind. … Ankara ist zudem fest davon überzeugt, dass Sarkozy mit dem Gesetz nur ein Ziel verfolgt: Die große armenische Gemeinde (500.000 Stimmen) bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl für sich zu gewinnen."

Corriere della Sera - Italien | 20.10.2011

Heute Terroristen, gestern Helden

An der aktuellen Zuspitzung des Konflikts zwischen Türkei und PKK trägt der Westen Mitschuld wegen seiner zwiespältigen Rolle im Irak, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Die bewaffneten Kämpfer der kurdischen Untergrundbewegung PKK verstecken sich in den Bergen im Irak. Sie genießen dort die notwendige logistische Unterstützung, um ihre Attacken in der Türkei durchzuführen. Der Glaube, die Berge trennten die guten Kurden (des reformierten Irak nach Saddam Hussein) von den bösen (in der Türkei), ist unsinnig und widersprüchlich. Er gründet im Wesentlichen auf der Annahme, dass es auf der einen Seite kurdische Terroristen gibt, so bezeichnen sie die Türkei, die USA und die EU, aber auf der anderen Seite kurdische Helden, die für den Sturz von Saddam Hussein kämpften und folglich vom Westen als Freiheitskämpfer gefeiert werden. Kämpfer, die heute hohe Ämter bekleiden, da sie im Irak-Krieg auf der Seite der Sieger standen."

Corriere della Sera - Italien | 15.08.2011

Syriens Regime agiert kopflos

Der Angriff der syrischen Marine auf die Hafenstadt Latakia offenbart die Schwäche des Machthabers Baschar al-Assad, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Baschar al-Assad hat den Verstand verloren. Er weiß nicht mehr, was er tut. Er begeht einen tragischen Fehler nach dem anderen. Der syrische Präsident ist sein eigener Gefangener geworden. Die gestrigen Ereignisse muten doppelt unheilvoll an. ... Die brutale Unterdrückung richtet sich gegen Latakia, und Assad weiß nur zu gut, dass die syrische Stadt seit jeher als Hochburg der Alaviten gilt und somit der schiitischen Sekte, der der Präsident selbst angehört. Die Vermutung liegt nahe, dass auch die Gegner von Assad die liebliche Hafenstadt auserkoren haben, um den Machthaber in Verlegenheit zu bringen und zum entscheidenden Schlag gegen das Regime auszuholen."

Corriere della Sera - Italien | 27.08.2007

Waldbrände in Griechenland

Antonio Ferrari schreibt über die brennende Halbinsel Peloponnes: "Die Anrufung Apollons, des Gottes des Lichts, gesprochen von einer Priesterin bei der Entzündung des olympischen Feuers, ist gestern zu einem Schreckensschrei geworden. Der Ort, der ein Symbol des Friedens sein sollte, wurde vom Tod heimgesucht... Die Trauer über die zerstörte Kultur ist fast pervers, denn die Bauwerke sind nicht die einzigen Opfer. Es ist auch eine große Zahl von Toten zu beklagen. Niemand zweifelt daran, dass es sich um ein Verbrechen handelt... Diese Katastrophe könnte das Ergebnis der Wahlen belasten oder gar verfälschen... Die wichtigsten politischen Gruppierungen haben den Wahlkampf ausgesetzt und beschuldigen sich nun gegenseitig des Komplotts... Es wird schwer sein, die Wahrheit herauszufinden, solange man gegenüber Brandstiftern und ihren Auftraggebern keine harte Politik verfolgt."

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