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Ferrera, Maurizio


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Corriere della Sera - Italien | 06.03.2012

EU-Frauenquote tut Konzernen gut

EU-Justizkommissarin Viviane Reding erwägt europaweite gesetzliche Vorgaben zur Einführung einer Frauenquote für Konzerne, nachdem die von ihr gesetzte Frist zur Selbstverpflichtung am Montag ausgelaufen war ohne nennenswerte Ergebnisse. Der Frauenanteil ist im vergangenen Jahr kaum gestiegen, nur 13 Prozent der Vorstände und Aufsichtsräte in den europäischen Konzernen sind weiblich. Von einer Frauenquote kann Italien nur träumen, klagt die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Das Hauptproblem ist, dass die Frauenfrage immer noch nicht fester Bestandteil unserer Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik geworden ist. Sie wird als Zubehör wahrgenommen, mit der man sich später oder nebenher befassen kann. Dieser Ansatz steht nicht nur im Kontrast zur öffentlichen Debatte in Italien, sondern auch zu den EU-Richtlinien. Seit dem Lissabon-Vertrag wiederholt Brüssel, dass die Beschäftigung von Frauen das Wirtschaftswachstum antreiben kann, vor allem in rückständigen Ländern wie Italien."

Corriere della Sera - Italien | 27.05.2010

Italiens Nesthockern fehlt Sprungbrett

Nach Angaben des italienischen Statistikamts Istat waren 2009 7,8 Prozent aller Italiener arbeitslos. Die Jugendarbeitslosigkeit lag hingegen mit 25,4 Prozent über dem europäischen Durchschnitt von 19,8 Prozent. Das am Dienstag von der Regierung verabschiedete Sparpaket vertieft das Problem der Nesthocker, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Rettungsanker oder Hemmschwelle? Für die Jugendlichen in Italien übernimmt das Elternhaus beide Rollen zugleich. In anderen Ländern hilft der Staat mit Stipendien, Miethilfen, Kreditgarantien. Damit springen Jugendliche im Ausland nicht ins Nichts, wenn sie das Elternhaus verlassen, denn sie verfügen über ein sicheres Netz, das ihnen gestattet, die eigene Flexibilität zu nutzen. ... Um Wege aus dem Elternhaus zu zeigen und Jugendliche zum Aufbruch in die Gesellschaft zu ermutigen, muss unser Sozialsystem sie mit Mut und Optimismus stützen. ... Dafür hätte auch Europa volles Verständnis."

Corriere della Sera - Italien | 28.04.2010

Britischer Wahlkampf ist Lektion für Italien

Im britischen Wahlkampf stehen sich drei Parteien mit konkreten politischen Ideen und klaren Programmen gegenüber, findet die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera. Ein gutes Beispiel für Italien: "Aus italienischer Sicht geben die britischen Wahlprogramme zwei wichtige Lektionen. Erstens: Sie sprechen eine klare Sprache und machen konkrete Vorschläge. Daran sollten sich unsere reformorientierten Politiker ein Beispiel nehmen. Programme werden nicht in letzter Minute zusammengeschustert, sondern sind Ergebnis sorgfältiger Arbeit mit Blick auf langfristige Ziele, die es dem Sieger erlauben, sich sofort an die Arbeit zu machen. Lektion Nummer zwei: Die Programme benennen Vorteile ebenso offen wie notwendige Opfer. In einer reifen und funktionstüchtigen Demokratie versprechen die Politiker den Menschen nicht das Blaue vom Himmel, sondern beschränken sich darauf, mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen zustehen."

Corriere della Sera - Italien | 12.12.2007

Der Vertrag von Lissabon

Die europäischen Politiker billigen mit ihrer Unterschrift unter den Vertrag von Lissabon eine mildere und reduzierte Version der EU-Verfassung, stellt Maurizio Ferrara fest. "Der Vertrag ist das Ergebnis geduldiger diplomatischer Arbeit, er beinhaltet Innovationen, die das Funktionieren der EU verbessern... Die Unterschrift von Lissabon ist nur der erste Schritt im Ratifikationsprozess. Die Politiker werden dieses Mal versuchen, Referenden aus dem Weg zu gehen... Es ist besser, Europa ohne Referenden, sondern durch Abkommen zwischen den Eliten voran zu bringen, die von den Regierungen ausgehandelt und von den Parlamenten ratifiziert werden... Doch nun drohen die innenpolitischen Bühnen zum Schauplatz neopopulistischer Bewegungen zu werden - der Linken wie der Rechten - , die sich gegen die Regierung, die Technokraten in Brüssel oder, schlimmer noch, gegen die Politik als Ganzes richten."

Corriere della Sera - Italien | 20.09.2006

Schwedens neuer Premier Reinfeldt

Am Wochenende hat die "Allianz für Schweden" bei den Parlamentswahlen einen historischen Sieg errungen. Der Politikwissenschaftler Maurizio Ferrera porträtiert den Führer der erfolgreichen Mitte-Rechts Koalition. "Er heißt Reinfeldt und gleicht Blair... Das Programm der Sieger-Koalition enthält nicht einen einzigen Vorschlag, der den Rechten normalerweise wichtig ist: Das betrifft die Themen von der Abschaffung mancher Steuern bis zur Privatisierung staatlicher Bereiche. Der Chef der 'Gemäßigten' hat klar gemacht, dass er ein flexibleres Schweden schaffen will, ohne die Grundpfeiler der sozialen Sicherung anzugreifen. Wir wissen nicht, ob die Therapie à la Reinfeldt die Krankheit, an der das schwedische Modell leidet, heilen kann. Der neue Premierminister präsentiert sich wie ein junger Gemäßigter, nicht sehr weit entfernt von der Linie des New Labour. Übrigens hat er auch in seiner Rede nach der Wahl einige Gedanken geäußert, die Blair nach seinem Sieg 1997 entwickelt hat."

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