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Fiedler, Bob


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Lidové noviny - Tschechien | 01.06.2007

Die russische Antwort auf das US-Raketenschild

Ohne Hysterie reagiert Kommentator Bob Fiedler auf den jüngsten Moskauer Raketentest, der laut Präsident Wladimir Putin eine Antwort auf das US-amerikanische Vorhaben eines Anti-Raketenschirms mit Standorten in Polen und Tschechien sein sollte: "Putin erleichtert uns die Entscheidung darüber, ob wir die Radarstation [für den Anti-Raketenschirm] in unserem Land errichten sollen oder nicht. In Putins Logik liegt mehr Gefühl als Verstand. Polen und Tschechien sind für ihn keine souveränen Länder, sondern Ex-Satelliten Moskaus, die Russland auch heute noch als Teil seiner Einflusssphäre empfindet. Und wenn es seinen Willen schon nicht mehr mit Panzern durchsetzen kann, dann vielleicht mittels einer Drohgebärde. Auf unsere Politiker macht das keinen Eindruck, auf die Leute leider schon." Doch die Unterstützung für das Radar-Projekt steige, so dass "auch Moskau bald klar sein wird, dass ihm Mitteleuropa nicht mehr gehört."

Lidové noviny - Tschechien | 16.11.2006

Türkisch-europäische Dissonanzen

Bob Fiedler sieht im anstehenden Besuch des Papstes in der Türkei einen Prüfstein für die EU-Reife des Landes. Benedikt XVI. reise nicht nur in ein Land, das nach EU-Beitritt strebe, sondern in ein Land, "das den vorerst letzten Papst-Attentäter hervorgebracht hat und in dem sich seit Mai ein Buch mit dem Untertitel 'Wer tötet der Papst in Istanbul?' gut verkauft." Fiedler kritisiert, dass sich laut offiziellem Programm bis auf Staatspräsident Sezer kein anderer Repräsentant des Landes mit Benedikt XVI. treffen wird. "Premier Erdogan fehlt. Offiziell deshalb, weil er zum Nato-Gipfel nach Riga fliegt. Inoffiziell deshalb, weil er 'ein Problem mit dem Papst' hat. Erdogan gehörte zu denen, die die philosophische Vorlesung des Papstes in Regensburg erschüttert hat. Außerdem rechnet sich der türkische Premier aus, dass ihm ein Treffen mit Benedikt XVI. bei den im kommenden Jahr anstehenden Wahlen schaden könnte. Da stellt sich die Frage: Gehört ein Land nach Europa, dessen Vertreter sich durch eine akademische Ansprache oder aber die Vorstellung, dem Papst die Hand zu geben, schockieren lassen?"

Lidové noviny - Tschechien | 07.08.2006

Das Laster des Rauchens

"Der europäische Kampf gegen das Rauchen ist keine Diskriminierung", findet Bob Fiedler. Dass die EU-Kommission bestätigt hat, dass Arbeitgeber rauchende Bewerber wegen ihres Lasters ablehnen können, werde Liberale dennoch ärgern: "Reichte es denn nicht, wenn sich die Raucher in einer Firma ausschließlich in den für sie vorgesehenen Raucherecken eine anstecken? Und wer kommt als Nächstes dran: Die Dicken, weil sie unter einem erhöhten Krankheitsrisiko stehen? Spielsüchtige? Oder Menschen, die trinken? Nein, so heiß ist die Sache nicht. Es geht ja schließlich nicht um ein Verbot, sondern nur um die Möglichkeit, einen Raucher nicht einzustellen. Und dass diese Möglichkeit auf Leute mit anderen Lastern oder Mängeln ausgedehnt werden könnte, ist unwahrscheinlich. Spielsucht oder aber Übergewicht haben in Europa einen anderen Status als das Rauchen, gegen das in den vergangenen Jahren eine systematische Kampagne geführt wurde. Und Hand aufs Herz, Raucher, hat euch das wirklich irgendetwas anhaben können?"

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