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Filzmaier, Peter
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Politikverdrossenheit in den USA wie in Europa
Bei den Wählerumfragen anlässlich der Zwischenwahlen in den USA schneidet nicht nur Präsident Barack Obama schlecht ab. Die Ergebnisse zeigen eine ähnlich hohe Politikverdrossenheit in den USA wie in Österreich, analysiert Politikwissenschaftler Peter Filzmaier in der christlich-liberalen Tageszeitung Salzburger Nachrichten: "Obama kann das Umfragedesaster bloß verkraften, weil das Image der Kongressabgeordneten unabhängig von der Parteifarbe noch schlimmer ist: Zwei Drittel wünschen sich, dass niemand wiedergewählt wird. ... In der Alpenrepublik sind Ansehen und Vertrauen der Politik genauso mittelmäßig bis mäßig. Politiker- und Parteien-Bashing ist sehr bequem und furchtbar einfach. Doch immer weniger US-Bürger sind in der Lage, jenseits des Schimpfens ihre Vorstellungen für eine gute Politik konstruktiv zu formulieren. Das ist gleichermaßen ein Armutszeugnis für die gewählten Politiker und deren Wähler. Wir sollten uns hier zu Lande fragen, ob wir da wirklich besser sind."
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Die Zukunft des Web 2.0
Zu Politik und Demokratie trage das Internet, an dem theoretisch alle teilhaben können, nur wenig bei, merkt der Kolumnist Peter Filzmaier kritisch an, "Onlineforen als Neo-Agora" hätten sich als Illusion erwiesen. Der Grund: "Durch großflächige Netzkampagnen inklusive Fehlinformationen unter falscher Identität werden soziale Bewegungen ausgerechnet von klassischen Parteien manipuliert... Es gibt eine moderne Klassengesellschaft der Mehrheit von weit gehend 'unqualifizierten' Konsumenten des Internets und einer Minderheit von hochgradig kompetenten Nutzern. Nur die Letztgenannten können das Internet konsequent für politische Bildung, politisches Engagement und politische Partizipation nutzen. Der Rest bekommt Brot und Spiele."
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Kein Herz für Europa
Beim letzten 'Eurobarometer', das die EU-Kommission halbjährlich als Meinungsumfrage zu EU-relevanten Themen in den einzelnen Ländern durchführen lässt, rangierte Österreich in Bezug auf eine Wertschätzung der EU ganz unten - nämlich auf Platz 25. Peter Filzmaier spottet: "Mehr Plätze gibt es nicht". Besorgt kommentiert er: "Nach dem Ballyhoo um die eigene Präsidentschaft ist das EU-Thema bei uns in der Versenkung verschwunden. Alle Parteien widmen sich längst mit Lust und Wonne den Niederungen der Innenpolitik. Als wäre die EU für eines ihrer Mitgliedsländer kein Teil derselben. Nach konservativen Rechnungen werden zwei Drittel der Gesetze in Brüssel entschieden. Doch die belgische Hauptstadt dient bloß dazu, als Reibebaum den Populismus zu maximieren. Dabei kann man etwa Alfred Gusenbauer und Wolfgang Schüssel viel vorwerfen, nicht jedoch Desinteresse an EU-ropa. Doch sogar in ihren Parteien gilt: Wer in Brüssel landet, wurde quasi ins Exil abgeschoben. 'They never come back!' Wenigstens nicht in nennenswerter Funktion."
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Der amerikanisch-europäische Gipfel in Wien
Peter Filzmaier beklagt einen "vordergründigen und trotzdem salonfähigen Antiamerikanismus" der Europäer und schlägt einen etwas anderen Blickwinkel vor, der auch die "grauen Zonen" mit einbezieht - die "Regionen, die trotz humanitärer Katastrophen von der Gleichgültigkeit der USA betroffen" sind. "Wir sollten uns jedenfalls nicht darauf beschränken, die USA als Weltpolizist anzuprangern. Das hat den Beigeschmack der Doppelmoral, weil Europa keine Konzepte für einen atomar aufrüstenden Massenmörder in Nordkorea anzubieten hat. Zudem sind es oft Irak-bezogene Pseudopazifisten, die am lautesten nach dem US-Militär riefen, als es darum ging, Milosevic in Serbien zu stürzen. Das Aufzeigen des Nichtstuns der Amerikaner für die Ärmsten der Armen wäre glaubwürdiger und ist mindestens genauso wichtig."
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