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Fiorilli, Thierry


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Soir - Belgien | 06.07.2007

Medienboykott der Tour de France?

Kommentator Thierry Fiorilli berichtet, dass seine Redaktion überlegt hat, die am Samstag beginnende Tour de France aufgrund der unzähligen Dopingskandale in ihrer Berichterstattung zu boykottieren. "Der Sieger der Tour 2006 [der Amerikaner Floyd Landis] wurde einhellig dafür gerühmt, dass er der Tour de France Magie, Schönheit, Menschlichkeit verliehen hätte... Und, schwups, einige Tage später entpuppte sich der Held als Betrüger... Es geht bloß um Sport. Trotzdem: Wenn selbst das Vergnügen manipuliert wird, muss sich der Journalist fragen, welche Rolle er in dem Ganzen spielt. Wird er zum Hampelmann gemacht, muss er sich verweigern. Das ist das Mindeste, was eine Gegenmacht tun kann. Gerade deswegen fiel unsere Entscheidung so aus: 'Wir gehen hin'. Denn wenn man die Tour von ganz Nahem verfolgt, lässt sich am besten verhindern, dass sie aus dem Ruder läuft. Denn Sie, die Leser, haben das Recht auf Information. Und bei allem Misstrauen, das man dem Radsport entgegenbringen kann, fühlen wir uns in der Lage, Ihnen diese Informationen zu geben."

Le Soir - Belgien | 02.07.2007

Kommerz als Ausweg für die Tour de France

Kurz vor dem Start der Tour de France ist im Radsport vor allem von Doping-Affären und Geständnissen die Rede. "Der Radsport ersäuft in Zweifel und Misstrauen. Der Radsport? Die Fahrer, ihre Teams, ihre Ärzte, ihre Sponsoren, die Tour-Veranstalter und die Journalisten", stellt Thirry Fiorilli fest, nachdem der deutsche Radprofi Jörg Jaksche ein Doping-Geständnis abgelegt hat. "In ein paar Tagen geht der große sportliche Betrug wieder los. Die Tour kann nicht mehr als heroisches Epos präsentiert werden, wenn man den Verdächtigungen Einhalt gebieten will, wenn man diese so beliebte Sportart retten will, wenn man weitere menschliche Dramen verhindern will. Man kann sie ja nicht ganz absagen, bis die Selbstreinigung zu Ende ist. Sondern sie muss als durch und durch kommerzielles Event präsentiert werden. Oder als durchinszeniertes Spektakel nach dem Vorbild Catchen."

Le Soir - Belgien | 14.03.2006

Fernsehduell Prodi - Berlusconi

"Heute Abend trifft Silvio Berlusconi im Fernsehen auf Romani Prodi", kündigt Thierry Fiorilli an. "Diese Fernsehdiskussion ist ein Ereignis, denn sie lässt zwei Symbole dieser schizophrenen italienischen Gesellschaft gegeneinander antreten." Seiner Meinung nach steht Berlusconi für "übertriebenen Opportunismus, die Aura persönlichen Erfolgs, die Schule des 'Nichterwischtwerdens', des 'Sichbedienens'. Andersdenkende werden verachtet, man spuckt auf sie, hasst und vernichtet sie. Der Gegner ist immer Kommunist oder minderwertiger Moslem, ein ferngelenkter Richter, widerspenstiger Journalist, ausländischer Delinquent, ein von der Norm abweichender Homosexueller." Prodi "gerät manchmal ins Träumen, drischt dabei aber meist hohle Phrasen, ein zwangsweise schnell enervierender Ideologienmix... Italien bleibt ein Laboratorium, ein Vorposten, ein Vorreiter dessen, was früher oder später in den anderen westlichen Ländern geschehen wird."

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