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Fischer, Heinz-Joachim


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 15.09.2008

Europäische Vernunft

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung zieht eine positive Bilanz des Besuches von Papst Benedikt XVI. In Frankreich. "So viel Einigkeit wie jetzt in Paris zwischen dem dynamischen Sarkozy und dem klugen Benedikt war selten zwischen einem französischen Präsidenten, den die Verfassung zur strikten Trennung von Staat und Kirche verpflichtet, und einem Papst, der sich an das Bibelwort halten muss, es aber auch auslegen darf. ... Benedikt XVI. hat in den dreieinhalb Jahren seines Pontifikats geduldig und ruhig Überzeugungsarbeit geleistet. Auch dafür, dass nicht allein die modernen Aufklärer im Besitz der Vernunft sind; ... Damit gab der Intellektuelle auf dem Stuhl Petri ein wenig die herausragenden französischen Laizisten, ehemalige Präsidenten oder gerühmte Professoren, die von den christlichen Wurzeln Europas nichts wissen wollten, der Torheit preis. ... Und schließlich warb er dafür, getrost auf das bewährte christliche Werte-Fundament Europas zurückzugreifen; da gibt es bessere, menschlichere Schätze als in jeder anderen Kultur. In aller christlichen Bescheidenheit."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 31.01.2008

Italien bekommt eine Übergangsregierung

Heinz-Joachim Fischer schreibt über das stark polarisierte Italien: "Was Italien jetzt braucht, ist weniger ein neues Wahlrecht als eine Regierung, die sich all den Missständen zuwendet, die sich wie die Müllhalden von Neapel in Jahren angehäuft haben. Zum Beispiel dem, dass die Italiener zunehmend verarmen; die Nationalbank stellte neulich fest, dass die Löhne stagnierten, die Kaufkraft zurückgehe, die Verschuldung der Familien voranschreite... Dass sich im staatlichen Gesundheitswesen, besonders in Süditalien, die Mafia eingenistet hat, oft im Bunde mit Politikern. Und überhaupt, dass in öffentlichen Angelegenheiten lockeres Geschwätz dem ernsthaften Geschäft vorgezogen wird. Das letzte Mal wurde Italien zur Ordnung gerufen, als es um den Beitritt zur Europäischen Währungsunion ging. Europa wird auch nicht zuschauen können, wenn von Italien nur der nördliche Wirtschaftsraum angebunden bliebe. In Rom muss ein neuer Ernst einziehen."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 16.10.2007

Veltroni wird Chef der italienischen Demokraten

Mit einem Drittel der Wählerschaft könnten die "Demokraten" die stärkste Partei werden und ein solides Fundament für eine Linksregierung bilden, rechnet Heinz-Joachim Fischer vor, doch bleibe der Vorwurf des "Malgoverne", der schlechten Regierung bestehen. "Gelassen zurücklehnen kann sich Prodi ... nicht. Denn es braut sich im Lande eine wachsende Ungeduld mit der Politik zusammen. Seit 1997, als Prodi den Eintritt in die Europäische Währungsunion erzwang und halb geschenkt bekam, haben die italienischen Eliten in Politik und Wirtschaft wenig Vorzeigbares zustande gebracht. Keine Reform, kaum Ansätze dazu in der Politik - weder unter Berlusconi noch unter Prodi... Die Unzufriedenheit mit den Führenden schlägt sich bei Meinungsumfragen in verheerenden Noten für die Regierung Prodi, für die Politiker insgesamt, aber auch für die wirtschaftlichen Machtgruppen nieder."

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