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Flamand, Dinu


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Adevărul - Rumänien | 21.06.2011

Euro-Länder lassen Athen zappeln

Die Euro-Länder haben weitere Kredite zur Griechenland-Hilfe an einen harten Sparkurs geknüpft. Die Situation ist außerordentlich ernst, meint die Tageszeitung Adevărul: "Die drohende Staatspleite und der Ausblick auf eine nicht mehr zu kontrollierende soziale Revolte schwebt jetzt über den Griechen an einem noch dünneren Faden als einst das Damoklesschwert in Syrakus. ... Angesichts der Wirtschaftskraft des Landes weiß niemand, ob Griechenland seine kolossalen Schulden zurückzahlen kann. Doch geht es gerade jetzt um eine Sofortlösung, damit das Land wieder funktionieren kann. ... Premier Papandreou versucht verzweifelt Zeit zu gewinnen: mit einer Vertrauensfrage und mit der Verabschiedung neuer Sparauflagen durch das Parlament. Und gleichzeitig will er eine soziale Explosion verhindern. Er appelliert an den nationalen Konsens und verspricht ein Referendum für den Herbst, um die Bevölkerung zu befragen, ob sie noch tiefgreifendere Reformen akzeptiert, weil er weiß, dass einige Jahre nun kollektiv gelitten werden muss."

România Liberă - Rumänien | 22.04.2008

Monica Lovinescu - eine freie rumänische Stimme

Die Literaturkritikerin Monica Lovinescu ist 85-jährig in Paris gestorben. Sie war eine Legende für die Rumänen, bekannt durch ihre Sendungen beim Radio Freies Europa. Dinu Flamand erinnert: "Monica Lovinescu sprach zu den Rumänen aus fernen Mikrofonen und doch ganz nah. Man konnte sie sich irgendwo in Paris vorstellen, aber auch im Zimmer nebenan. Sie war ein Racheengel gegen das viele Grau, gegen all die Lügen, die man im Leben erdulden musste. Mein Großvater schaltete ihre Sendungen ein, mitten in seinem Dorf in Transsilvanien, er stellte das Radio ganz laut, damit alle sie hören konnten. Seither, seit meiner Kindheit, kannte ich ihre Stimme. In ihrer Stimme lebte ihr Geist, absolut frei. Da war keine falsche Note, keine Möglichkeit, faule Kompromisse zu schließen oder sich irgendwie zu arrangieren, da war kein Zaudern."

România Liberă - Rumänien | 01.09.2007

Frankreich feiert den rumänischen Regisseur Mungiu

Der in Paris lebende rumänische Schriftsteller Dinu Flamand schreibt über den großen Erfolg, den der Cannes-Preisträgerfilm "Vier Monate, drei Wochen, zwei Tage" des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiu derzeit in den französischen Kinos hat. "Mungiu wirft Fragen auf: Warum machen wir Filme, wozu dient Kunst? Sein Film über eine schreckliche, aber banale Abtreibung im realsozialistischen Rumänien ist eine einfache Erzählung mit der Intensität eines antiken Dramas. Alle sind begeistert davon, wie genau die Symbole in diesem Film miteinander korrespondieren. Er bedient sich der Sprache eines furchteinflößenden Alltags und rekonstruiert die soziale Atmosphäre des damaligen Rumänien, ohne in Elends-Ethnographie zu verfallen. So wird den Westlern klar, dass ihre Nachbarn jahrzehntelang in einer Hölle gelebt haben."

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