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Föderl-Schmid, Alexandra
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Solidarität mit dem Süden zeigen
Die EU muss sich mit den südlichen Aufnahmeländern solidarisieren, fordert die linksliberale Tageszeitung Der Standard angesichts der Ankunft Tausender Flüchtlinge aus Tunesien auf der Mittelmeerinsel Lampedusa: "Die Flüchtlingsströme aus Tunesien über das Mittelmeer zeigen, dass sich der Freiheitsdrang nicht auf das eigene Land beschränkt, sondern auch Richtung Europa bewegt. Wie Spanien und Griechenland klagt Rom seit Jahren zu Recht darüber, dass die anderen EU-Staaten die Italiener mit dem Flüchtlingsproblem alleinlassen. Eine gemeinsame Lastenteilung in Europa ist drängender denn je. Denn bisher sind die Staaten am Südrand Europas wegen ihrer geografischen Lage, für die sie nichts können, überproportional stark betroffen. Das ist ein europäischer Solidaritätsfall. Drängender wird auch die Frage, was man diesen Staaten anbietet. Die bisherige EU-Nachbarschaftspolitik oder Mittelmeerunion war als Placebo gedacht, als Ersatz für eine Mitgliedschaft - wohl wissend, dass diese Staaten entscheidende Aufnahmekriterien nicht erfüllen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Italien, » Griechenland, » Europa
Österreichs Rechte mobilisieren erfolgreich
Die rechtspopulistische Freiheitliche Partei Österreichs FPÖ hat bei den Landtagswahlen im österreichischen Bundesland Steiermark massive Stimmenzuwächse verzeichnet. Dazu hat nicht zuletzt die islamfeindliche Politik der Partei beigetragen, schreibt die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Eines hat die Steiermark-Wahl gezeigt: Mit einem Wahlkampf, der auf Ressentiments aufbaut, lassen sich in diesem Land noch immer Stimmen gewinnen. Dass die FPÖ, die seit 2005 nicht im Landtag war, diesmal zulegen würde, war zu erwarten. Der Stimmenzuwachs auf elf Prozent war doch überraschend. ... Die FPÖ hat allen anderen Parteien eines voraus: Sie hat mit ihrer Anti-Islam-Kampagne zumindest eine klare Positionierung. Ansonsten war der steirische und ist der Wiener Wahlkampf fast inhaltsleer. Es geht um die Personen, nicht um Projekte. Zwar gab es in der Steiermark hier ein paar Forderungen nach Gerechtigkeit, dort ein paar Heimat-Floskeln. Aber beide Volksparteien haben Wähler an die FPÖ verloren. Das zeugt von Enttäuschung, ist aber auch auf die mangelnde Mobilisierung zurückzuführen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Wahlen, » Österreich
Google Street View bedroht Privatsphäre
Nachdem es unter anderem in Deutschland und Tschechien Diskussionen um die Einführung von Google Street View gegeben hat, sieht die linksliberale Tageszeitung Der Standard auch in Österreich die Privatsphäre bedroht: "Missbrauch wird möglich: Einbrecher können schauen, wie jemand wohnt. Aber auch Arbeitgeber können nachschauen, wo der Mitarbeiter zu Hause ist. Banken können die Gewährung eines Kredites davon abhängig machen, in welcher Wohngegend jemand eine neue Immobilie erwerben will. ... Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich Unternehmen und staatliche Stellen, die jeweils mehr über ihre Kunden beziehungsweise Bürger wissen wollen, zusammentun. Google und CIA investieren bereits in eine Firma, die Webseiten, Blogs und Twitter-Accounts nach Informationen durchforstet und Verknüpfungen herstellt. Die technischen Entwicklungen sind weit fortgeschritten. Es ist höchste Zeit, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, ehe die von George Orwell in seinem Roman 1984 skizzierte Überwachungsvision - 'Big brother is watching you' - Realität wird."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Audiovisuelle Medien, » Österreich, » Global
Kleingeistigkeit regiert Europa
Wenn die EU sich ständig über innenpolitische Fragen streitet, dann bleibt eine starkes Europa leider nur eine Vision, bemängelt die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Es war bezeichnend, dass sich am Donnerstag beim EU-Gipfel die Mitgliedsstaaten vor allem über ein internes Problem - den Umgang mit Roma - stritten, obwohl es eigentlich um die Positionierung Europas in der Welt gehen sollte. Dabei war die Schlusserklärung schon vorbereitet: Die EU wolle 'ein effektiver globaler Akteur' sein, heißt es darin. … Einigkeit herrscht hingegen [nur], wenn es gegen Brüssel geht. Die Spannungen zwischen den EU-Staaten werden bei den bevorstehenden Verhandlungen über die Finanzplanung bis 2020 noch zunehmen. Solange der Kleingeist regiert und die Innenpolitik dominiert, bleibt ein starkes Europa auf der Weltbühne eine Vision."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Innenpolitik, » Österreich
Papstbesuch in Österreich
Der Papst ist "kein Kirchenoberhaupt, das es wie sein Vorgänger Papst Johannes Paul II. versteht, die Menschen anzuziehen und direkt anzusprechen", meint Alexandra Föderl-Schmid nach dem Besuch des Papstes in Österreich. "In Österreich kämpft die katholische Kirche mit Problemen wie anderswo auch: eine zunehmend säkulare Bevölkerung, wie sich auch an der Zahl der Kirchenaustritte zeigt, der Priestermangel, die wachsende Unzufriedenheit mit der nicht umgesetzten Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Positionen der katholischen Kirche zur Empfängnisverhütung. Aber statt darauf einzugehen, vermied der Papst, diese Probleme direkt anzusprechen... Ihm geht es um die Wurzeln der Religion, ums Grundsätzliche. Papst Benedikt XVI. sieht sich als Bewahrer... Wie er die katholische Kirche in einer zunehmend säkularisierten Welt aus der Krise führen will, dafür fand Benedikt XVI. bei seiner Pilgerreise in Österreich keine Worte."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Film, » Kulturpolitik, » Italien