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Fourest, Caroline
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Radikale Linke akzeptiert Kopftuch
In Frankreich hat die Neue Antikapitalistische Partei NPA eine Kopftuchträgerin zu den Regionalwahlen im März aufgestellt. Das widerspricht der Parteilinie, meint die Tageszeitung Le Monde: "Das Paradox liegt nicht darin, dass eine 22-jährige keinen Gegensatz sieht zwischen der Entscheidung, sich für Gott zu verschleiern, und der Entscheidung, sich für eine trotzkistisch inspirierte Partei einzusetzen, die gegen Sexismus kämpft. Die [rechtsextreme Partei] Front National hat auch schwarze Aktivisten und Mitstreiter arabischer Herkunft. Das entspricht der menschlichen Natur: Widersprüchliche Ansichten können innerhalb eines Individuums einfach nebeneinander existieren. Darüber kann man sich ohne Zweifel freuen. Aber was soll man von dem Nebeneinander der politischen Überzeugungen beim [NPA-Chef] Olivier Besancenot halten? Einerseits antisexistisch und rigoros gegen den christlichen Anti-Abtreibungsfundamentalismus, andererseits aber von strenger Religiosität berührt, wenn diese einen Schleier trägt."
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Caroline Fourest über die Vielfalt des türkischen Islam
Das türkische Verfassungsgericht hat ein Verbotsverfahren gegen die Regierungspartei AKP eröffnet. Die islamisch-konservative Partei sei jedoch nicht in der Lage, einen islamischen Staat zu schaffen, meint Caroline Fourest, Exlamexpertin und Herausgeberin des Magazins Prochoix: "Der Unterschied zwischen dem türkischen und dem arabischen Islamismus besteht in der Vielfältigkeit der türkischen Gesellschaft und selbst des türkischen Islams. Die religiöse Praxis in der Türkei ist kein monolithischer sunnitischer Block, sondern es wimmelt von sufischen, schiitischen, christlichen und sogar freimauerischen Einflüssen... Hoffen wir, dass die Kemalisten am Ende verstehen, dass diese kulturellen und intellektuellen Kräfte ein viel wirksameres Gegenmittel gegen den Fundamentalismus darstellen als ihre autoritären und antidemokratischen Methoden. Aber wir sollten auch nicht so naiv sein, zu glauben, dass die türkischen Islamisten in der Regierung auch dann ungefährlich und gemäßigt wären, wenn es diese vielen Gegenkräfte nicht gäbe."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Religion, » Türkei
Der Prozess über die Mohammed-Karikaturen und der französische Wahlkampf
Am 7. oder 8. Februar wird das satirische Wochenblatt "Charlie Hebdo" vermutlich dafür verurteilt, dass es die Mohammed-Karrikaturen veröffentlicht hat. Science-Po-Professorin Caroline Fourest denkt darüber nach, ob die Fragen des Prozesses auch beim Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen in Frankreich eine Rolle spielen. "Fragen wie der Säkularismus, aber auch die Redefreiheit oder die Entscheidung des Muslimsrates, ob Kultstätten finanziert werden sollen oder nicht, müssen in Hinblick auf den Wahlkampf offen angesprochen werden, ohne zu großes Zartgefühl und ohne Tabus. Wir sollten diesen Themen nicht ausweichen, bloß weil sie uns aufregen, sondern sie stattdessen ernsthaft diskutieren. Dazu gehört, dass wir aufhören, systematisch die Kritik an der Religion mit Rassismus und die Debatte über Säkularismus und Staatsbürgerschaft mit der Debatte über Einwanderung und Sicherheit zu verwechseln. Auch wenn wir dabei Gefahr laufen, ein Aufeinanderprallen der Vorurteile zu bewirken - Sicherheitsdenken gegen Opferhaltung -, bei dem nur extreme Positionen triumphieren können."
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Zwölf Intellektuelle gegen "neuen Totalitarimus"
Die dänische Zeitung, die die Debatte über die Mohammed-Karikaturen ausgelöst hatte, druckt ein Manifest "Gemeinsam gegen den neuen Totalitarismus", das am selben Tag im der französischen Satirewochenzeitung "Charlie Hebdo" erscheint. Zu den zwölf Unterzeichnern des Textes gehören Ayaan Hirsi Ali, Taslima Nasreen, Salman Rusdie und Bernard-Henri Lévy. "Nachdem die Welt den Faschismus, den Nazismus und den Stalinismus besiegt hat, sieht sie sich einer neuen weltweiten totalitären Bedrohung gegenüber: dem Islamismus. Wir Schriftsteller, Journalisten, Intellektuelle rufen zum Widerstand gegen den religiösen Totalitarismus und zur Förderung der Freiheit, der Chancengleichheit und des Laizismus für alle auf." Die jüngsten Ereignisse, die auf die Publikation von Mohammed-Zeichnungen in europäischen Zeitungen folgten, zeigten "die Notwendigkeit des Kampfes für die universellen Werte, der nicht mit Waffen, sondern auf dem Feld der Ideen gewonnen wird".
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Alle verfügbaren Texte von » Ayaan Hirsi Ali, » Chahla Chafiq, » Bernard-Henri Lévy, » Irshad Manji, » Mehdi Mozaffari, » Maryam Namazie, » Taslima Nasreen, » Salman Rushdie, » Antoine Sfeir, » Philippe Val, » Ibn Warraq