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Foix, Lluís
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Pazifik verdrängt Atlantik
Zu Beginn seiner Asienreise hat sich US-Präsident Barack Obama zum ersten pazifischen Präsidenten erklärt. Damit stelle er klar, dass sich die weltpolitische Balance nach Asien verlagert, schreibt Lluís Foix in der liberalen Tageszeitung La Vanguardia: "Barack Obama hat eine sehr klare Botschaft ausgesendet, als er seine Asienreise damit begann, sich als ersten nordamerikanischen Präsidenten des Pazifiks zu bezeichnen. ... Normalerweise haben sich die Präsidenten nach dem [Zweiten Welt-]Krieg immer als Atlantiker bezeichnet und Militär-, Wirtschafts- und politische Allianzen mit Europa geschlossen, um den sowjetischen Expansionismus einzudämmen. Die atlantische Achse besteht nach wie vor, aber Wirtschaftsmacht und Weltbevölkerung verlagern sich schrittweise, und Obama nutzt die erste Gelegenheit, um festzustellen, dass der Pazifik den Atlantik verdrängt."
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Lluís Foix über den europäischen Autopiloten
Trotz einer gewissen Führungslosigkeit habe das Modell der Europäischen Union bislang großen Erfolg gehabt, resümiert Lluís Foix in der liberalen Tageszeitung La Vanguardia: "Man könnte sagen, dass die Europäische Union per Autopilot gesteuert wird. Ich möchte mir nicht vorstellen, was aus einigen Volkswirtschaften geworden wäre, wenn sie die aktuelle Wirtschaftskrise alleine hätten überwinden müssen. Auch möchte ich mir nicht vorstellen, wie sie die inhärenten Konflikte verhindert hätten, die unsere lange Geschichte jahrhundertelang geprägt haben. Europa ist ein Raum von Normen und Rechten, die sich alle seine Mitglieder selbst auferlegen und die von allen Kandidaten eingefordert werden, die sich der Gemeinschaft anschließen wollen. Die Macht [der Europäischen Union] besteht nicht in der Gewalt, sondern in der Überzeugungskraft der gemeinsamen Gesetze. ... Wenn das zerbrechliche institutionelle Gerüst Europas zusammenbricht, könnten wir zur Kakophonie zurückkehren, die unsere Stärke in der Welt in eine nicht mehr umkehrbare Schwäche verwandeln würde."
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Lluís Foix über die Wohlstandskrise
Der Journalist Lluís Foix macht sich in seinem Blog über das Ausmaß der Wirtschaftskrise Gedanken: "Es heißt, dass wenn [der US-Entertainer] Groucho Marx gefragt wurde, wie es ihm gehe, er zurück gefragt habe: im Vergleich zu wem? Wenn wir uns mit Millionen und Aber-Millionen von Männern und Frauen auf dem Rest des Planeten vergleichen, kommt man unausweichlich zu der Schlussfolgerung, dass es eher eine Krise des übertriebenen Wohlstands ist, der Opulenz; eine Krise, die es uns nicht mehr erlaubt, mehrere Wochen im Jahr Urlaub in Südostasien zu machen oder in Alaska, so wie es in den vergangenen Jahren der unangemessenen Konsumfreuden üblich war. Ich habe in den vergangenen drei Wochen in Ostafrika an einem Kurs zu aktuellen Themen teilgenommen zusammen mit Afrikanern, die nicht von der Krise sprachen. Denn sie befinden sich seit ihrer Geburt in der Krise und werden vermutlich in den Tagen, die ihnen bleiben, niemals unser Niveau des allgemeinen Wohlstands erreichen. ... Die ernsten Krisen werden sich nur vermindern, wenn der Reichtum rationaler und menschlicher verteilt wird."
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Europawahlen: Berlusconis Frauenpolitik ist grotesk
Lluís Foix kritisiert in der spanischen Tageszeitung La Vanguardia die Idee des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi, die Listen für die Europawahl mit besonders hübschen Frauen zu füllen: "Die Einstellung Silvio Berlusconis ist grotesk. Er frivolisiert die Europawahlen, indem er in einem ersten Anlauf vorgeschlagen hat, hübsche Frauen auf die Listen zu setzen, von besonders attraktivem Aussehen und bekannt durch die Teilnahme an TV-Wettbewerben und anderen trivialen Fernsehshows. Das ist ein Vorhaben, das nicht der Sache dient, die Würde der Frauen zu stärken, die nicht der berlusconischen Fantasien bedürfen, um in jedem Segment der Gesellschaft aktiv zu sein."
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Katalonien als neuer EU-Staat?
Tausende von Katalanen haben am vergangenen Samstag in Brüssel für ihre Unabhängigkeit von Spanien demonstriert. Lluís Foix kommentiert in der spanisch-katalanischen Tageszeitung La Vanguardia: "Die katalanische Unabhängigkeitsbewegung kann zufrieden sein, mehrere Tausend Landsleute in Brüssel konzentriert zu haben, die das Recht auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit fordern. Die Europäische Union ist eine so weite und pluralistische Angelegenheit, dass sie mit völliger Normalität die vielfältigsten Demonstrationen akzeptiert. ... Allerdings halte ich es - zumindest solange sich die Spielregeln nicht ändern - für unwahrscheinlich, dass diese Ausflüge zu den europäischen Institutionen dazu beitragen können, dass Katalonien in Europa den Status eines neuen Staates erlangt, und dabei den Staat übergeht, zu dem es gehört."
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