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Gaudemar, Antoine de
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Tötet Doping den Sport?
"Der Radsportzirkus ist unheilbar krank", stellt Antoine de Gaudemar mit einiger Bitterkeit im Leitartikel fest. "Bis auf wenige weiße Schafe hängt der Radsport an der Nadel: Die pharmazeutischen Labore arbeiten rund um die Uhr und alles andere ist nur Lug und Trug. Das Phänomen greift so tief, dass der Radsport immer mehr dem Catchen, diesem Reich der gefallenen Engel, ähnlich sieht: ein Schauspiel, das allem Anschein nach ein Sport ist, dessen Realität jedoch der Schein ist, so dass Betrug regelrecht zur Kunst erhoben wird. Immer weniger Menschen gefällt das noch. Doch in solch einer Welt könnte man sich sogar vorstellen, das Doping zu erlauben, wenn nicht sogar zur Pflicht zu machen. Das wäre zwar eine Radikallösung, aber sie brächte zumindest den Vorteil, alle Radrennfahrer in dieselbe Ausgangsposition zu bringen und aus ihnen die willigen Versuchskaninchen einer Gesellschaft zu machen, die die Leistung zum höchsten aller Werte erhoben hat."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sport, » Global
Dominique de Villepin zunehmend isoliert
Chefredakteur Antoine de Gaudemar empfindet das Verhalten von Dominique de Villepin in der Nationalversammlung am 20. Juni als "Desaster". Der Premierminister bezichtigte den sozialistischen Oppositionschef Francois Hollande der "Feigheit", als dieser in einer Debatte über den Luft- und Raumfahrtkonzern EADS Villepins Rücktritt forderte. "Hinter diesem neuen Schachzug versteckt Villepin für einen Moment die große EADS-Krise, die Verzögerung beim A380 und den Verdacht auf Insidergeschäfte, der auf der Führungsriege des Unternehmens und sogar auf den Hauptaktionären lastet. Aber Villepin unterliegt erneut einem politischen Irrtum. Falls er geglaubt hat, die Mehrheit zusammenschweißen zu können, indem er den Führer der Sozialisten angreift, dann ist dieses Manöver fehlgeschlagen. Bis auf wenige Getreue haben zahlreiche UMP-Abgeordnete, die bereits aufgebracht waren, weil Villepin erneut versucht hat, die Fusion von Gaz de France mit dem Suez-Konzern mit Gewalt durchzusetzen, offen ihre Verärgerung gezeigt."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Frankreich
Ringen um die Macht in Frankreich
Antoine de Gaudemar bedauert, dass Präsident Chirac nicht "entscheidend" in den Konflikt um den Erstanstellungsvertrag CPE eingreift. "Das ist ohne Frage eine Premiere in der Geschichte der Fünften Republik: Das Amtsblatt hat gestern den Text eines Gesetzes abgedruckt, das der Präsident der Republik zumindest zum Teil für Schrott hält! Man flößt den Franzosen nicht mehr Respekt für Gesetze ein, wenn derjenige, der das Gesetz als erster umsetzen soll, sich als erster darüber mokiert... Die Diskussion über den CPE wird sich künftig zwischen Abgeordneten und Gewerkschaften abspielen, und Nicolas Sarkozy kann sich geschickt aus der Affäre ziehen... Das Chaos bleibt bestehen, die Situation bleibt völlig unklar - einem System entsprechend, das nicht weiter weiß und Endzeitstimmung verbreitet. Wenn das so weiter geht, dann kann die politische Krise schnell zur Staatskrise werden."
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Demonstration gegen Antisemitismus
Frankreich ist erschüttert von dem Mord an einem 23-jährigen Juden, der im Januar entführt und drei Wochen lang zu Tode gefoltert worden war. "Schockiert von den grässlichen Umständen des Mordes an Ilan Halimi, haben gestern Zehntausende in Frankreich demonstriert. Ihre Gefühle und ihre Wut hatten sie im Griff - es gab keine Bekundungen von Hass", schreibt Antoine de Gaudemar. "Die Verantwortlichen der Jüdischen Gemeinde Frankreichs haben sich [mit Aufrufen zur Besonnenheit] überboten. Solange das Gericht nicht einen möglichen antisemitischen Hintergrund der Fofana-Gang bestätigt hat, so betonten sie, solle man Ruhe bewahren... Frankreich hat eine Sonderstellung, denn es beherbergt die größte muslimische und die größte jüdische Gemeinde Europas. Es war wichtig, gestern den Willen zu demonstrieren, dass sich alle 'Kinder der Republik' im Protest gegen Barbarei und für das 'Zusammenleben' verbünden."
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Die schwelende Gefahr in der Banlieue
Drei Monate nach den Unruhen in den französischen Banlieues kritisieren die Bürgermeister des Departements Seine-Saint-Denis, dass die öffentlichen Stellen bislang nichts unternommen haben: "Schon im November waren sie die ersten, die die Alarmglocken haben schrillen lassen und versuchten, zwischen der Straße und der Regierung zu vermitteln", erinnert Journalistin Antoine de Gaudemar. "Schon damals haben sie weniger die Ausrufung des Ausnahmezustands als viel mehr eine neue urbane Politik gefordert, die diesen Namen verdient... Heute beklagen sich dieselben Bürgermeister, dass sich nichts geändert hat... Dieser neue Alarm ist beunruhigend, denn er weist nicht nur auf die typische Schwerfälligkeit der staatlichen Bürokratie hin. Er klingt vielmehr wie eine Warnung vor der abwartenden beziehungsweise unbeweglichen Haltung der Regierung. Eine gefährliche Haltung, weil sie zu neuen Krawallnächten in den Vorstädten führen kann."
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