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Gillert, Piotr
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Supermacht China
China wird bis 2020 das größte Wissenschaftszentrum der Welt, berichtet die Analystenfirma Thomson Reuters. Dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass China zur neuen Supermacht aufsteigt, meint die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita: "Das ist der Effekt einer bewussten Politik, die von Beijing seit Jahren verfolgt wird. Ihr wichtigstes Element ist, chinesische Wissenschaftler zur Rückkehr nach Hause zu bewegen. Die [US-Zeitung] New York Times hat vor drei Wochen die Geschichte von Shi Yigong erzählt, der einstmals ein US-amerikanischer Star in der Mikrobiologie war und in Princeton ein eigenes Labor führte. Nach 18 Jahren in den USA hat sich Shi entschlossen, nach China zurückzukehren. Er wurde von hervorragenden Bedingungen und von der Perspektive angelockt, etwas für sein Land tun zu können. Die Geschichte von Shi und die Analyse von Reuters sind Teile eines Puzzles, aus dem deutlich das Ganze entsteht: In unseren Augen verschiebt sich das Schwergewicht - das wirtschaftliche, politische, technologische und sogar das kulturelle - von Westen nach Osten."
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Zukunft der Nato steht auf dem Spiel
Piotr Gillert schreibt in der konservativen Tageszeitung Rzeczpospolita, dass der Afghanistan-Konflikt eine Schlüsselrolle für die Entwicklung der Nato spiele: "'Wir verlassen den Irak und konzentrieren uns auf Afghanistan,' hat Barack Obama während seiner Wahlkampagne ständig wiederholt. Und nun setzt er sein Versprechen in die Tat um. Vor einigen Tagen hat sich die amerikanische Armee aus den irakischen Städten zurückgezogen und die Macht ganz den dortigen Behörden übergeben. Gestern [am Donnerstag] haben die Amerikaner danach eine der größten Offensiven in Afghanistan seit der Invasion des Landes vor acht Jahren gestartet. Tausende von Marineinfanteristen sind gestern in die Provinz Helmand eingefallen - bislang eines der Hauptsiedlungsgebiete der Taliban. Letztlich dürfte das Ergebnis des Afghanistan-Konflikts vom Erfolg dieser Operation abhängen. Und weil auch in Afghanistan das Schicksal der Nato auf dem Spiel steht, hängt daran [an der Operation] auch die Zukunft dieser Organisation."
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Das US-Raketenabwehrsystem in Polen
In Polen wird über eine Beteiligung am amerikanischen Raketenabwehrsystem weiter diskutiert. Im Gespräch mit Piotr Gillert warnt der Sicherheitsexperte Bartlomiej Sienkiewicz vor übertriebenen Erwartungen: "Wir sollten uns beteiligen, zumal ich befürchte, dass es die Nato in ein paar Jahren nicht mehr geben wird. Aber das Raketenabwehrsystem ist nicht das Allheilmittel gegen unsere Ängste vor Russland und gewährt keine absolute Sicherheitsgarantie. Der einzige Weg zu mehr politischer Sicherheit und zur Verringerung des Konfliktrisikos in Europa führt über Berlin. Solange die deutsche Politik mit der amerikanischen übereinstimmt, haben wir keine Probleme zu befürchten. Ob das immer so bleiben wird, ist fraglich. Schröder hat gezeigt, wie wenig es braucht, um das zu ändern. Es wäre ein großer Fehler unserer Regierung, sich auf das Bündnis mit den USA und das Raketensystem zu verlassen. Berlin ist eine genau so wichtige Komponente unserer Sicherheit wie die Präsenz der Amerikaner in Polen."
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