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Giner, Salvador


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


El País - Spanien | 05.07.2010

Mehr Akzeptanz zwischen Spaniern und Katalanen

Spanien diskutiert über das katalanische Autonomiestatut, das vier Jahre nach seinem Inkrafttreten nun vom spanischen Verfassungsgericht als teilweise verfassungswidrig erklärt wurde. Eine Gruppe von katalanischen Intellektuellen fordert in der linksliberalen Tageszeitung El País eine Neuordnung der Beziehungen zwischen Spanien und Katalonien: "Die Spanier müssten dann akzeptieren, dass Katalonien eine Nation ist, das heißt, dass es eine Gemeinschaft ist, die ein klares Bewusstsein von ihrer historischen Identität und ihrer eigenen Sprache besitzt, sowie den Willen hat, ihre politische Eigenständigkeit zu stärken. Und die Katalanen sollten dann ihrerseits anerkennen, dass Spanien nicht nur ein Staat ist, sondern eine sehr alte, kulturell von Kastilien geprägte Nation des Westens. Und dass es für beide Seiten von Vorteil ist, mit dieser Nation - trotz aller Zwischenfälle in der Vergangenheit - einen gute Beziehung zu pflegen."

El País - Spanien | 22.02.2007

Salvador Giner über die leeren Kirchen Spaniens

Der spanische Soziologe Salvador Giner spricht im Interview mit Carles Geli über die sozialen und politischen Veränderungen in Spanien. "Was im Norden Europas 120 Jahre gedauert hat, spielte sich hier innerhalb von 30 Jahren ab. Von einer politischen Übergangszeit war oft die Rede, dabei waren die kulturellen Veränderungen viel ungewöhnlicher. Früher wurden in Spanien Kirchen in Brand gesteckt, und Katholiken brachten Freimaurer um. 40 Jahre später sind die Kirchen leer. Das Anzünden von Kirchen ist der Indifferenz gewichen. Das ist ein Riesensprung. Der ethno-kulturelle Sprung hingegen war nicht so groß: Ob man Katalane oder Andalusier ist, wurde wieder wichtig. Die kollektiven Identitäten in Spanien wurden gestärkt. Möglicherweise soll das den Persönlichkeitsverlust ausgleichen... Wir haben keinen Glauben mehr. Der Kirche sind wir genauso indifferent gegenüber wie der kommunistischen Partei."

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