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Giziński, Jarosław
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Jarosław Gizinski über die oligarchische Seite von Julija Timoschenko
Die zu sieben Jahren Freiheitsstrafe verurteilte ehemalige Premierministerin der Ukraine, Julija Timoschenko, ist wegen ihres Hungerstreiks und ihres schlechten gesundheitlichen Zustands im Schlaglicht der Medien. Aber die Pose der Märtyrerin nimmt ihr der Redakteur der polnischen Tageszeitung Rzeczpospolita, Jarosław Gizinski, im konservativen Wochenblatt Heti Válasz nicht ab: "Julija Timoschenko ist eine widersprüchliche Person. Sie wurde schon als die 'ukrainische Jeanne D'Arc', als 'Gasprinzessin', 'Eiserne Julija' und als der 'letzte Mann in der ukrainischen Politik' bezeichnet. Inzwischen ist die im Gefängnis schmachtende Timoschenko das Symbol für die Pleite der ukrainischen Demokratie. ... Die Ukraine ist von den europäischen demokratischen Normen noch immer weit entfernt. Allerdings: Timoschenko nun als jemanden darzustellen, der die demokratischen Werte stets verteidigt hat, ist falsch. Auch sie selbst verstand die Gesetze der Demokratie, der Menschenrechte und des freien Markts nicht. Mitte der 1990er Jahre ging sie nicht deshalb in die Politik, um in ihrer Heimat eine moderne, demokratische Gesellschaft aufzubauen, sondern um ihre Interessen besser zu schützen und ihr Geschäftsimperium auszuweiten. Darin unterscheidet sie sich kein bisschen von anderen ukrainischen Oligarchen."
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Jarosław Giziński über das traurige Trauma der polnischen Opposition
Das politische Leben in Polen wird immer noch von der Flugzeugkatastrophe nahe Smolensk überschattet, schreibt der Chef der Außenpolitikredaktion von Newsweek Polska, Jarosław Giziński, in der konservativen Wochenzeitung Heti Válasz: "Obwohl das Flugzeugunglück von Smolensk mehr als ein Vierteljahr her ist, will das Trauma nicht schwinden ... . Die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), die beim Flugzeugunglück 'ihren Präsidenten' Lech Kaczyński und zahlreiche prominente Politiker verloren hat, kann den Schock nicht überwinden. Umso mehr, als der Zwillingsbruder des ehemaligen Staatsoberhauptes bei der Präsidentschaftswahl im Juli dem Kandidaten der Regierungspartei Bürgerplattform (PO), Bronisław Komorowski, unterlegen war. In den Augen der oppositionellen PiS ist das eine Ungerechtigkeit, wäre doch ein Sieg von Jarosław Kaczyński gleichsam eine 'Entschädigung' für den Verlust der national-katholischen Rechten gewesen. ... Obwohl bisher nichts auf ein Attentat hindeutet, kursieren unter den Anhängern des ehemaligen Präsidenten Verschwörungstheorien: Sie sind davon überzeugt, dass die Opfer der Flugzeugkatastrophe, genauer: die 'Gefallenen', in Wirklichkeit 'Märtyrer' sind, die von ihren politischen Gegnern ermordet wurden."
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Jarosław Gizinski über geplatzte Illusionen in Osteuropa
Seit der politischen Wende vor zwanzig Jahren sind einige Illusionen der mittel- und osteuropäischen Gesellschaften geplatzt, schreibt der Ressortchef für Außenpolitik bei Newsweek Polska, Jarosław Gizinski, in der konservativen Wochenzeitung Heti Válasz: "Was konnten wir vor 20 Jahren nicht voraussehen? Zum Beispiel, dass uns eine wirtschaftliche Krise heimsuchen würde, zu der es in den vergangenen Jahrzehnten nichts Vergleichbares gab. Es gehört aber zur Natur von Krisen, dass sie einmal zu Ende gehen. Viel schwerer wiegt da schon jene bittere Feststellung, dass wir strategisch keine wichtige Region mehr sind. Seit US-Außenministerin Hillary Clinton im Hinblick auf das amerikanisch-russische Verhältnis den Knopf für den 'Neustart' gedrückt hat, ist dies besonders spürbar. Dass Ostmitteleuropa in die zweite Liga abrutscht, wird immer offensichtlicher. ... Geben wir es doch zu: Unser Kalkül vor zwanzig Jahren, wonach ein Systemwechsel genug sei, um in verhältnismäßigem Wohlstand und sicheren Umständen zu leben, war mehr als naiv. Es liegt noch ein langer Weg vor uns."
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Russland wird zum Testfall für die EU
Russland wird zum Test für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft, meint Jaroslaw Gizinski. Moskau bevorzuge die großen EU-Staaten und versuche den kleinen seine Bedingungen zu diktieren. Die EU dürfe sich nicht spalten lassen, fordert Gizinski. "Moskau fordert bei verschiedenen Anlässen immer wieder bilaterale Abkommen oder schlägt die Ausgrenzung neuer Unions-Mitglieder und eine Sonderbehandlung alter Mitglieder vor. Das Ziel Moskaus ist herauszufinden, wer bereit ist, aus der Reihe auszuscheren. Um sich dann mit den Stärksten abzusprechen und dem Rest die Bedingungen zu diktieren. Heute weist vieles darauf hin, dass das Jahr 2007 in der europäischen Politik mit einem großen Test für den europäischen Zusammenhalt beginnt. Ein Test nicht nur für die Union als Ganzes, sondern auch für Deutschland als EU-Ratspräsident und - wie Wladimir Putin zu sagen pflegt – als 'strategischem' Partner Russlands im Westen."
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Ungarischer Wahlkampf mit polnischem Schreckgespenst
Im Herbst hat die konservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) in Polen die Wahlen gewonnen. Dieser Sieg wird nun sowohl von ungarischen Konservativen als auch von ungarischen Linken als Wahlkampfhilfe für die Parlamentswahlen am 9. April in Ungarn genutzt, schreibt Auslandsressortleiter Jaroslaw Gizinski. "Gemäß dem ungeschriebenen Gesetz des polnischen Express (auf den Halt in Warschau folgt der Halt in Budapest) wiesen ungarische Kommentatoren darauf hin, dass der Machtwechsel an der Donau in den letzten Jahren parallel zu den Veränderungen an der Weichsel erfolgte. Nur dass das polnische Beispiel, das noch vor einigen Monaten so aufbauend für die Rechte war, jetzt der Linken zum Angst einflößen dient. Linke Medien malen das PiS-Schreckgespenst an die Wand und stellen die PiS als ultrakonservativ, fremdenfeindlich und antieuropäisch dar."
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