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Gorbatschow, Michail
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Michail Gorbatschow über Politik und Klimawandel
Anlässlich des UN-Klimagipfels in Kopenhagen kritisiert der ehemalige sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow auf dem Online-Portal Komment.hu den laschen Umgang der Politik mit dem Klimawandel: "Jeder Vorwand, der dazu dient die Beantwortung der brennenden Umweltfragen hinauszuzögern, ist heutzutage unglaubwürdig. Auch jenes Argument, wonach es andere, wichtigere Probleme gebe. Wenn wir in dieser Frage scheitern, scheitern wir in allem anderen auch. ... Die neuesten wissenschaftlichen Daten zur Klimaveränderung sind alarmierend: Wir befinden uns in einer Notlage. Dennoch weitet sich die Kluft zwischen Wissenschaft und Politik immer mehr. ... Die Gründe für das halbherzige politische Vorgehen gegen den Klimawandel sind vielfältig. Erstens: Das derzeitige Wirtschaftsmodell gründet auf Megaprofiten und einem entfesselten Konsum. Zweitens: Die Lenker von Politik und Wirtschaft sind außerstande, langfristig zu denken. Drittens: Es wird befürchtet, dass die Senkung der Kohlendioxid-Emissionen negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum haben könnte."
» zum ganzen Artikel (externer Link, ungarisch)
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Michail Gorbatschow über Russland als Teil Europas
Die EU müsse allen Ländern Europas eine Zukunft bieten und sie dürfe Russland nicht ausgrenzen, schreibt der frühere Staatschef der Sowjetunion Michail Gorbatschow in der linksliberalen Tageszeitung Frankfurter Rundschau: "Momentan besteht die Vorgehensweise der EU im Bezug auf andere europäische Länder darin, so viele wie möglich aufzunehmen, Russland aber 'bis auf weiteres' außen vor zu lassen. ... Da fragt man sich, ob es vielleicht Leute gibt, die etwas gegen einen Wiederaufbau von Russland haben. ... Es gibt zu viele europäische Politiker, die nicht daran interessiert sind, mit Russland auf Augenhöhe zu sein. Sie sehen sich als Lehrer und Ankläger und wollen Russland die Rolle des gelehrigen Schülers beziehungsweise reuigen Angeklagten zuweisen. Russland lehnt diese Rollenverteilung ab und will als gleichwertiger Partner verstanden werden. Um Sicherheit, wirtschaftliche Erholung, Umweltschutz und eine geregelte Migration garantieren zu können, bedarf es einer Umstrukturierung der globalen und vor allem der europäischen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen."
» weiterführende Informationen (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » EU-Nachbarschaft, » Russland, » Europa
Gorbatschow über russische Interessen
Der ehemalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow verteidigt in der Tageszeitung The Guardian das russische Vorgehen: "Russland musste antworten. Es der Aggression gegen das 'schwache, schutzlose Georgien' zu beschuldigen, ist nicht nur heuchlerisch, sondern zeigt einen Mangel an Humanität. ... Indem die USA den Kaukasus - eine Region, die Tausende von Meilen vom amerikanischen Kontinent entfernt ist - zu einer Sphäre des 'nationalen Interesses' erklärten, begingen sie einen ernsthaften Fehler. Natürlich ist der Friede im Kaukasus im Interesse Aller. Aber einzusehen, dass Russland dort verwurzelt ist durch eine gemeinsame Geographie und jahrhundertelanger Geschichte, ist einfach gesunder Menschenverstand. Russland strebt nicht nach territorialer Expansion, aber hat legitime Interessen in dieser Region. Das Ziel der internationalen Gemeinschaft könnte auf lange Sicht die Schaffung eines Sicherheits- und Kooperationssystems in den Unterregionen sein, das jegliche Provokation und die reine Möglichkeit einer Krise wie dieser unmöglich macht. Diese Art von System aufzubauen, wäre eine große Herausforderung und könnte nur durch die Zusammenarbeit der Länder der Region selbst erreicht werden. Nationen von außerhalb der Region könnten vielleicht auch helfen - jedoch nur, wenn sie eine faire und objektive Stellung einnehmen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
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