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Graff, Agnieszka


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Rzeczpospolita - Polen | 20.06.2007

Polen streitet über Abtreibung

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte vor kurzem festgestellt, Polen habe gegen die Menschenrechtskonvention verstoßen, als der Polin Alicja Tysiąc keine Abtreibung aus gesundheitlichen Gründen gestattet wurde. Alicja Tysiąc war nach der Geburt ihres dritten Kindes fast erblindet. Der polnische Staat ist nun gegen die Entscheidung in Berufung gegangen, was die Publizistin und Feministin Agnieszka Graff scharf kritisiert. "Dieses Berufungsverfahren ist ein Skandal. Nicht genug, dass in Polen alltäglich die Rechte der Frauen gebrochen werden. Jetzt, wo die Herrschenden dabei erwischt und bestraft wurden, geht die Regierung in Berufung. Dies empört mich sehr, ich schäme mich für Polen. Alicja hat in der höheren Instanz gewonnen, muss aber weiterhin auf ihre Entschädigung warten. Aus einem rein politischen Gesichtspunkt kann sie sich freuen, denn die weitere Runde vor dem Europäischen Gerichtshof verschafft der Angelegenheit Gehör. Das Urteil wird nicht nur in Polen als ein moralischer Sieg für die Gemeinschaft der Frauen, die für ihre Rechte kämpfen, wahrgenommen."

Przekrój - Polen | 08.03.2007

Agnieszka Graff über Nationalismus und Frauenrechte

Die polnische Genderforscherin Agnieszka Graff erklärt im Gespräch mit Piotr Najsztub, wie Nationalismus und Frauenrechte zusammenhängen. "Im Moment hat die wachsende nationalistische Stimmung einen großen Einfluss auf die Rechte der Frauen. Nationalismus hat nämlich die Eigenschaft, dass er Frauen herabsetzt... Es ist eine universelle Erscheinung, dass das Symbol eines Landes, das ein Nationalist so liebt oder dem er sich zugehörig fühlt, eine idealisierte Frau ist. In Polen ist das die Mutter Gottes, vermischt mit Polonia, der Mutter-Polin. Immer wieder hören wir Aussagen rechter Abgeordneter, die diese Weiblichkeit idealisieren, die sich für sie aufopfern soll... Aus Forschungen weiß man: Je mehr die Weiblichkeit symbolisch auf einen Sockel gestellt wird, umso mehr werden Frauen real erniedrigt."

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