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Gudmundson, Per
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Kein Steuergeld für Juden- und Homo-Hetze
Auf seiner Homepage bezeichnet der Schwedische Imam-Verband den Tod als rechtmäßige Strafe für Homosexuelle und bezichtigt Juden der weltweiten verschwörerischen Herrschaft über das Finanzsystem. Die konservative Tageszeitung Svenska Dagbladet fordert deshalb die Rückgabe der knapp 50.000 Euro, die der Verband 2009 als Fördermittel vom Amt für Jugendfragen erhalten hatte: "Das Amt für Jugendfragen hat festgestellt, dass die Gelder nicht direkt in die Erstellung der Homepage geflossen sind. ... Somit scheint für das Amt alles in bester Ordnung. ... Aber damit kann man sich nicht zufriedengeben. Die Gelder müssen zurückgefordert werden. Es kann nicht sein, dass Steuermittel an Leute gehen, die gegen Homosexuelle und Juden hetzen. Diese Sicht, wonach eine Vereinigung gern abends Minderheiten verfolgen darf, solange sie tagsüber ihren Hass verschweigt, kann nicht gutgeheißen werden. ... Man kann sich nicht damit entschuldigen, dass man nur die glänzende Fassade finanziell unterstützt. In jedem anderen Zusammenhang wäre eine solche Entschuldigung inakzeptabel."
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Schweden finanziert Terror gegen Israel
Die Palästinensische Autonomiebehörde zahlt monatlich Geld an Palästinenser in israelischer Gefangenschaft, die unter anderem wegen terroristischer Verbrechen einsitzen. Die konservative Tageszeitung Svenska Dagbladet hinterfragt daher die Verwendung schwedischer Entwicklungshilfe. Laut der palästinensischen Zeitung Al-Hayat Al-Jadida "erhält ein durchschnittlicher Gefangener 3129 Shekel monatlich [rund 600 Euro]. Ein Angestellter der Autonomiebehörde verdient 2882 Shekel [550 Euro]. Es ist also lohnenswerter einen Bus in die Luft zu sprengen als den eigenen öffentlichen Nahverkehr zu planen. ... Schweden ist eines der größten Geberländer für die Palästinenser. ... Am 11. August gab Entwicklungshilfe-Ministerin Gunilla Carlsson bekannt, dass Schweden in diesem Jahr 40 Millionen Kronen [4,4 Millionen Euro] direkt an die Palästinensische Autonomiebehörde überweist, 'um den Palästinensern zu helfen, Löhne auszuzahlen'. Wir Steuerzahler stehen also für die Löhne der Terroristen gerade. So etwas ist nicht akzeptabel. Schweden muss mehr Einfluss auf die Anwendung der Entwicklungshilfe-Gelder bekommen."
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Ingmar Bergman bleibt sich treu
Das Haus des verstorbenen schwedischen Regisseurs Ingmar Bergman ist dessen Wunsch entsprechend meistbietend versteigert und von dem Norweger Gude Gudeson erworben worden, der dort gemeinsam mit Bergmans Tochter Linn Ullmann ein Begegnungszentrum für Künstler schaffen will. Die Tageszeitung Svenska Dagbladet findet, dass dies zu Bergmans Karriere passe, die ohne staatlichen Einfluss verlaufen sei: "Als das Haus noch zum Verkauf stand, ... wurden empörte Stimmen laut, wonach der Staat eingreifen möge. Ansonsten würde ja das Kulturerbe veruntreut. Die Debatte war eine erneute Erinnerung daran, wie tief die Vorstellung sitzt, ein alles umfassender Staat sei Voraussetzung für Kultur. Aber Bergman selbst war ein Beispiel dafür, dass dem nicht so ist. So lief seine Filmproduktion zum größten Teil vollkommen ohne Einfluss irgendwelcher Filmpolitik. Im Gegenteil, er fühlte sich von den eifrigen Steuerpolitikern des Staates eher aus dem Land getrieben. Dass Bergmans Haus auf [der Ostseeinsel] Fårö nun eine private Kulturinstitution wird, erscheint als logische Folge einer Künstlerkarriere, die eher trotz als dank der Staatsmacht vollendet wurde."
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Sinkende Besucherzahlen in Schwedens Museen
Seit 2007 müssen Museumsbesucher in Schweden wieder Eintritt zahlen. Per Gudmundson berichtet, dass die Besucherzahlen der Museen im vergangenen Jahr drastisch gesunken seien, gleichzeitig sei aber im Stockholmer Stadtteil Vasastan eine lebendige Galerien-Szene entstanden. "Wer sich wegen der sinkenden Besucherzahlen etwa im Modernen Museum Sorgen macht, übersieht, dass es gleichzeitig viele künstlerische Aktivitäten im kommerziellen Bereich gibt. In Vasastan spornen die Beteiligten einander dermaßen an, dass man kaum von gefährdeter Kunst sprechen kann."
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Bilanz der Ära Blair
Per Gudmundson betont, Blair habe großen Einfluss auf den europäischen Politikstil gehabt: "Man kann sich kaum vorstellen, wie ein moderner europäischer Politiker aussähe, wenn es Blair nicht gegeben hätte. Fredrik Reinfeldt und seine 'Neuen Moderaten' hätten beispielsweise ohne New Labour die Wahlen in Schweden nie gewonnen. Parteidogmatismus wurde zugunsten von Pragmatismus, Handlungsfähigkeit und moralischem Rückgrat zurückgestellt, ohne dass die ideologische Bodenhaftung aufgegeben wurde. Diese Methode wurde leicht irreführend immer wieder als Weg zur Mitte beschrieben. Aber es geht um etwas anderes: Wie man glaubwürdig eine Mittelklasse repräsentiert, die sich, weil sie noch relativ neu ist, nicht leicht in alte Schablonen pressen lässt."
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