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Guolo, Renzo
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Organisiert gegen Rassismus?
Mit Blick eine Reihe von ausländerfeindlich motivierten Vorfällen gegen Einwanderer in Italien konstatiert die Tageszeitung La Repubblica eine veränderte Haltung der Immmigranten. "Die Passivität hat ein Ende. Die Immigranten nehmen die Gewalt nicht länger stumm hin. ... In Italien sind die Krisenherde nicht wie in Frankreich auf die Vorstädte begrenzt, sondern über das ganze Land zerstreut. Italien ist sozial und geografisch ein Banlieue [Stadtrandgebiet]. Die letzten Vorfälle zeigen [aber], dass die Gegenwart – trotz der unentschuldbaren Versuche der Rechtfertigung der Verbrechen [durch die Politik] – noch nicht von einem erbitterten und unbeugsamen [Rassen-]Konflikt gezeichnet ist. Innerhalb der zweiten Generation der Immigranten wächst die Überzeugung, dass auch in Italien die Geburt einer Organisation SOS Rassismus, nach französischem Modell, gegen die Diskriminierung – eine übergreifende Organisation für die Erleichterung und Gewährleistung der Integration – notwendig ist. Ein Ausweg, der politischer Alliierter bedarf, was im heutigen Italien problematisch ist, wo der Kontrast zu den Immigranten, gewiss nicht ihre Integration, ein Faktor sicherer Wahlerfolge ist."
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Olmert tritt zurück
Die Tageszeitung La Repubblica beschreibt hinsichtlich der Rücktrittserklärung des israelischen Premiers Ehud Olmert wegen Korruptionsvorwürfen die Probleme, die auf diesen Abgang folgen: "Abgesehen vom persönlichen Schicksal des Premiers, das nun in den Händen der Richter liegt, besteht die Gefahr, dass die Verhandlungen mit der PNA, der Palästinensischen Autonomiebehörde, auf Eis gelegt werden könnten und die Möglichkeit eines Angriffs auf Iran verstärkt wird. Es ist kein Zufall, dass einer der möglichen Nachfolger, Shaul Mofaz , einer der Falken der [regierenden] Kadima-Partei, sofort erklärt hat, jede Hypothese einer Einigung mit den Palästinensern abzublocken. Mofaz steht auch dem Waffenstillstand mit der Hamas kritisch gegenüber. Die Wahl der derzeitigen Außenministerin Tizpi Livni hingegen könnte die Bildung einer Mehrheitsregierung mit der Arbeitspartei und der Likud-Partei bedeuten. Eine Lösung, die sich seit jeher in Israel abzeichnet, wenn die innere Instabilität oder ein kriegerischer Konflikt das politische System bedroht. Sowohl Likud als auch Yisrael Beiteinu, die so genannte russische Partei, treten allerdings für eine härtere Linie sowohl Ramallah und Gaza als auch Teheran gegenüber ein. Viel hängt vom Ausgang der Primärwahlen und den Entscheidungen der Arbeitspartei ... ab."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Innenpolitik, » Naher und Mittlerer Osten, » Israel
Italienische Justiz geht gegen Roma vor
Renzo Guolo kommentiert die Diskussion um das Dekret, demzufolge gewalttätige oder gewaltbereite EU-Bürger ausgewiesen werden können. Er plädiert für einen dauerhaften Prozess, der "eine realistische, länderübergreifende Einwanderungspolitik ermöglicht - und zwar für die Migration innerhalb der EU und nach Europa. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht zur Lösung des Problems. Jenseits davon bleibt nur hilflose Demagogie und ein Szenario, in dem die Vororte der Städte und die Uferzonen der Flüsse - weit entfernt von eitlen politischen Debatten - das bevorzugte Terrain für Slums und immer wieder anrückende Bulldozer werden."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » Innenpolitik, » Migration, » Italien, » Rumänien
Europas neues Gewicht in Nahost
Aufgrund seiner geografischen Lage kann Italien eine neue Rolle spielen - wenn es sich nicht verzettelt - und es kann eine Brücke zwischen der EU und dem Nahen Osten bauen, meint der Islamexperte Renzo Guolo. Er verweist auf "den Einsatz im Libanon, die intensive Vermittlung im israelisch-palästinensischen Konflikt und den Wunsch, in der Gruppe der 5+1, die sich mit dem iranischen Atomprogramm befasst, dabei zu sein. Außerdem das neue Interesse an Ägypten, dem Dreh- und Angelpunkt zwischen dem Maghreb und den Ländern des Nahen Ostens und Schlüsselfigur für die Zukunft der Region... Italien entdeckt den Mittelmeerraum und den Nahen Osten wieder als Hauptlinien seiner Außenpolitik und seiner nationalen Sicherheit. Unser Land steht alten und neuen Konflikten, Fundamentalismen, Massenmigration und der möglichen Weiterverbreitung von Atomwaffen gegenüber... Um Friedenspolitik umsetzen zu können, braucht es Konzentration und die Umverteilung der Rollen und Aufgaben in Abstimmung mit den anderen europäischen Ländern."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Italien
Italiens Teilrückzug aus dem Irak
Im Süden Iraks sind durch eine Bombe ein italienischer Soldat getötet und vier weitere verletzt worden. Dieser Anschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Regierungschef Romano Prodi sich anschickt, sein Wahlversprechen einzulösen und die Hälfte der italienischen Truppen aus dem Irak abzuziehen. Der Soziologe Renzo Guolo meint, man könne die Truppen nicht länger im Irak halten: "Italien hat für die Irak-Mission erneut teuer bezahlt. Die Regierung will sie zwar beenden. Doch in einem Land, das außer Kontrolle ist, gibt es ziemlich ernste Risiken für unsere Soldaten... Irakische Gruppen machen keinen Unterschied zwischen den Ländern, zwischen denen, die bleiben und denen, die abziehen wollen, zwischen den USA und Großbritannien auf der einen und Italien auf der anderen Seite."
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