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Gustavsson, Rolf
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Geduld mit Europa
"Anstatt Utopien zu züchten, müssen die Europäer lernen, mit ihrer Union als etwas Unvollendetem, als einem Provisorium zu leben", rufen die beiden schwedischen Autoren Richard Swartz und Rolf Gustavsson den Europäern zu und mahnen zur Geduld. "Europa hat keine Seele, kein Herz, keine feste Form. Es lässt sich nicht auf Geografie fixieren, ebensowenig wie der Europäer sich durch Religion oder Sprache definieren lässt - ja, wohl nicht einmal die Kultur taugt für einen solchen Zweck. Europa besteht ausschließlich aus größeren oder kleineren Minoritäten, und Europa kann bis auf weiteres nicht mehr anbieten als eine sehr verfeinerte Form der Zusammenarbeit mit überstaatlichen Zügen. Nicht mehr und nicht weniger. Alles darüber hinaus wäre vermessen und gefährlich. Vermessen, weil sich Europa nach den selbstverursachten Katastrophen des 20. Jahrhunderts in Bescheidenheit üben sollte und die Erinnerung an dieses Elend nicht aufgeben darf. Gefährlich, weil die Vorstellung eines einigen Europa - eine Art Vereinigten Staaten von Europa - auf der Idee einer zu vollendenden Utopie beruht und jede Utopie zum Totalitarismus neigt."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Europa
Alle verfügbaren Texte von » Richard Swartz
Deutsche Nabelschau
Weder im Koalitionsvertrag noch in Angela Merkels Regierungserklärung spielte die Außenpolitik eine besondere Rolle. Auch ihre Ausführungen zur Zukunft der EU waren mehr als vage. Der Brüssel-Korrespondent des Blattes, Rolf Gustavsson, sieht darin Anzeichen für eine Politik der Scheuklappen: "Eine große Mehrheit der Deutschen hat es aufgegeben, den eigenen Wohlstand anzuerkennen, statt dessen sehen sie ihre Jobs durch die Konkurrenz aus Osteuropa, China und Indien gefährdet. Sie sehen sich selbst als Opfer und Verlierer der Globalisierung. Mit einer solchen Einstellung und den großen ungelösten innenpolitischen Problemen sehen wir nun einer Periode entgegen, in der Deutschland hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt ist."
» weiterführende Informationen (externer Link, schwedisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Deutschland