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Hedvall, Barbro
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Jaruzelski vor Gericht
Als einer der letzten Diktatoren der Warschauer Pakt-Staaten steht der ehemalige erste Sekretär der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei Jaruzelski nun in Polen vor Gericht. Über den Sinn des Prozesses ist eine Debatte entbrannt. Nicht zuletzt der Vorsitzende der ehemaligen Gewerkschaft Solidarność Lech Wałęsa glaubt an eine reine Racheaktion der damals politisch Verfolgten. Die sollte kein Grund für einen Prozess sein, meint die Tageszeitung Dagens Nyheter: "Jaruzelskis Beweggründe [für seine damalige Politik] und die möglichen Alternativen sind selbstverständlich interessant, aber darüber soll nicht von einem Gericht sondern von Historikern befunden werden. Die werden sich jedoch kaum über die historischen Geschicke einig werden und die Beweggründe historischer Personen sind selten eindeutig. Eins ist jedoch sicher: Wenn die Geschichte Teil parteipolitischer Kämpfe wird, ist das ein schlechtes Zeichen, denn dann wird von den aktuellen Problemen abgelenkt."
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Neue Konflikte im Kosovo
In der ethnisch geteilten Stadt Mitrovica im Norden Kosovos ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Serben sowie UN-Polizisten und Soldaten der Kosovo-Schutztruppe KFOR gekommen. Barbro Hedvall kommentiert: "Die nationalistischen Kräfte sind durch die Entwicklung im Kosovo gestärkt worden. Viel spricht dafür, dass die Regierung, die nach der Parlamentswahl im Mai [in Serbien] an die Macht kommt, der 'serbischen Sache' hohe Priorität einräumen wird... Ein großes Problem besteht darin, dass sowohl die Uno als auch die EU als Gegner der Serben und als Pristinas verlängerter Arm gesehen werden. Dies ist bei den Zusammenstößen noch deutlicher geworden... Der Kosovo-Auftrag entwickelt sich zu einem Kampf Europa gegen Serbien-Russland."
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Schweden soll Deutschland gewinnen lassen
Angesichts der Fußball-Euphorie in Deutschland und deren vermuteten positiven Auswirkungen auf Konjunktur und Reformbereitschaft im Land überlegt Kolumnistin Barbro Hedvall, ob Schweden Deutschland am Samstag nicht gewinnen lassen sollte. Die schwedischen Fußballfans wären zwar enttäuscht, den schwedischen Bürgern aber würde ein durch Deutschland initiierter europäischer Aufschwung zugute kommen: "Wir Europäer lieben und beherrschen den Fußball, aber die wenigsten von uns können von ihm leben. Auch mit Blick auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt sollten wir uns an neue Spieler und Spielregeln gewöhnen."
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