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Helvig, Jean-Michel


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Libération - Frankreich | 03.01.2006

Mitterand gilt als beliebtester Präsident

"Im Pantheon, wo die Staatspräsidenten der Fünften Republik begraben sind, haben die jüngsten Zugänge einen Vorteil gegenüber ihren Vorgängern", bemerkt Jean-Michel Helvig im Leitartikel, nachdem eine Umfrage kürzlich ergeben hat, dass François Mitterand zehn Jahre nach seinem Tod der beliebteste Präsident der Fünften Republik ist. "François Mitterand (Präsident von 1981 bis 1995), begünstigt durch das derzeit von der Verlagsbranche inszenierte Revival, hat dem Général Charles de Gaulle (Präsident von 1958 -1969) Stimmen abgejagt." Auch wundert sich Helvig nicht, Jacques Chirac (Präsident seit 1995) nur an dritter Stelle zu sehen. "Heutzutage ist das so: Je jünger man ist, desto mehr links ist man, desto mehr schätzt man François Mitterand – was insgesamt normal und symptomatisch ist... In Sachen Integration und Demokratie hat sich der sozialistische Präsident sicherlich verdienter gemacht als sein Nachfolger Chirac."

Libération - Frankreich | 29.12.2005

Regionalismus in Europa

"Europa hat die Erweiterung noch nicht verdaut, da lauert schon das nächste Schreckgespenst: eine Neuordnung der Regionen", stellt Jean-Michel Helvig fest. "Katalonien ist dabei, den Status einer von Spanien getrennten Nation zu fordern. Dies wäre der erste Schritt hin zur Gründung eines Staates, der eines Tages den Status eines EU-Mitgliedstaates für sich beanspruchen wird. Und warum nicht auch Padanien, Bayern, Schottland oder Flandern? Obwohl sich dieser National-Regionalismus seit der Erweiterung in den Neunzigern radikalisiert hat, ist er bereits in der Funktionsweise der EU verankert. Die nach Autonomie strebenden Regionen nutzen das Supranationale an Europa, um ihre Regierungen zu umgehen und ihre eigenen, insbesondere wirtschaftlichen Interessen geltend zu machen. Diese Umgliederungswelle innerhalb der Mitgliedstaaten beruht in erster Hinsicht auf dem Egoismus der Reichen, die nicht für die polnischen Klempner, die slowenischen Holzfäller oder die kalabrischen Maurer 'zahlen' wollen."

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