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Hera, Calin
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Gelungene Provokation der rumänischen Kulturszene
Der rumänische Literaturkritiker und Historiker Adrian Marino hat das Buch Das Leben eines einsamen Menschen geschrieben, das auf eigenen Wunsch fünf Jahre nach seinem Tod veröffentlicht wird und nun im März erscheint. Marino bezichtigt wichtige Intellektuelle des Provinzialismus und moralischer Kompromisse. Die Tageszeitung Evenimentul Zilei kommentiert: "Bei aller Ehrerbietung, die jenen Intellektuellen im Buch von Adrian Marino zukommt: Es ist gut, dass er sich kritisch über sie geäußert hat, es ist gut, auch wenn es schlecht ausschaut. Provokation. Eine Diskussion über einen Menschen kann manchmal helfen, sein Werk zu verstehen. Jedenfalls bringt eine Kontroverse Aufmerksamkeit und hat damit denselben Effekt wie ein Regal voller Huldigungen. ... Die posthume Diskussion, die Adrian Marino angestoßen hat, riskiert aber zu einer typisch Bukarester Schmähdiskussion zu verkommen, statt sich zu einer wahren und nötigen Debatte über die kulturellen Werte Rumäniens zu entwickeln - welche sind das, welche sollten es sein und wie sollten sie gefördert werden."
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Autonomieforderung aus Mangel an Ideen
Der Nationalrat der Szekler, einer ungarischsprachigen Bevölkerungsminderheit in Zentralrumänien, hat zum wiederholten Mal ein autonomes Szeklerland gefordert. In der Tageszeitung Evenimentul Zilei bezeichnet Calin Hera die Forderung als puren Wahlkampf. Im November wählt Rumänien einen neuen Präsidenten: "Alle vier Jahre wird die rumänische Gesellschaft durch die ... Forderungen der ungarischen/szeklerischen Repräsentanten sowie durch die Reaktionen der rumänischen Politiker aufgewirbelt. Es ist ein billiges Schauspiel, ein heilig befolgtes Ritual vor den Wahlen. Weil Ideen und konkrete Angebote fehlen, spielen die rumänischen und ungarischen Politiker die nationalistische Karte. Und so werden vermutlich naive Wähler in diese Falle tappen und zahlreich an den Wahlurnen erscheinen. ... Ich glaube, dass die Politiker in Bukarest ein gut aussehendes Rumänien schaffen könnten, wenn sie sich wirklich mit den ungarischen Problemen beschäftigen würden. Ein Rumänien, das Straßen hat, die zur Küste oder ins [Donau-]Delta führen, ins historische Zentrum von Bukarest, zum Retezat-Gebirge oder zu den Gasthäusern an der Donau."
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Umweltproblem hat in Wirtschaftskrise keine Bedeutung
Seit einigen Jahren will ein kanadisches Unternehmen Europas größte Goldmine, die unter dem rumänischen Ort Rosia Montana liegen soll, ausbeuten. Bislang haben die lokalen Behörden aus Sorge um die Umwelt die Genehmigung verweigert. Die Firma verspricht nun Rumänien in einem Werbespot, einen Gewinn von vier Milliarden Dollar. Das kritisiert die Tageszeitung Evenimentul Zilei: "Obsessiv im Fernsehen ausgestrahlt folgen der Frage die Antworten 'einfacher Leute'. Sie reden über Schulen, Kindergärten, Straßen, Umweltschutz, Kleinunternehmen usw. ... Indem man auf den pawlowschen Instinkt setzt, werden die Rumänen mit großen Plänen überflutet und beginnen, sich den Erfolg des Projektes Rosia Montana zu wünschen. Das Projekt, das in eine Zeit fällt, in der die ganze Welt von der Wirtschaftskrise gestresst ist, könnte jetzt keine Umweltkatastrophe mehr bedeuten, sondern Hoffnung. ... Dann geht es mit den Politikern weiter. In einem neuen Kontext werden sie beginnen zu sagen, das Projekt ist nicht ganz so schlecht, das Geld - das virtuelle - ist wie ein Sauerstoff-Zuschuss in einer schweren Zeit und weiteres Blablabla."
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Abgeschwächte Aufarbeitung der Securitate-Akten
Eine rumänische Senatskommission hat das Gesetz zur Aufarbeitung der Securitate-Akten geändert. Stimmt das Parlament zu, werden künftig keine Priester und ehemaligen Vertreter der Nomenklatura, die heute noch politisch aktiv sind, mehr nach ihrer Vergangenheit geprüft. Die Zeitung Evenimentul Zilei verlangt unterdessen: "Eine Lustration war nötig, sie ist es auch heute noch. Die Lustration war eine Naivität in einem Rumänien, dem die Prinzipien fehlen, das ist heute auch noch so. Warum ist es nötig, die Securitate-Mitarbeiter zu kennen? Weil sie uns jahrelang verfolgt haben, sie haben versucht, unsere Gedanken abzuhören, uns zu beeinflussen, sie haben unsere Briefe gelesen, uns beim Telefonieren abgehört, sie haben unser Leben verachtet. Das haben sie heimlich getan ... vorne herum waren sie Freunde, hinten rum Spitzel, um kleinere oder größere Vorteile zu erlangen, sie waren Erpresser, Feiglinge oder ganz einfach charakterlos. ... Sie haben die Zukunft dieses Landes gebremst, uns beraubt, uns gezwungen, unser Land zu verlassen, damit wir ihnen entkommen. ... Wer repräsentiert 'uns' noch, uns die Naiven, die an Recht und Wahrheit glauben und daran, dass das Gute siegt."
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Was sind die sieben Wunder von Rumänien?
Warum sollte nicht auch Rumänien sieben Weltwunder haben, fragt die Zeitung und schlägt 25 rumänische Wunder vor, über die nun abgestimmt werden darf. Zur Auswahl stehen Bauten, wie die von deutschen Siedlern gebaute Schwarze Kirche in Brasov oder das 'Dracula'-Schloss Bran. "Die Franzosen haben den Eiffelturm, die US-Amerikaner ihre Freiheitsstatue, die Chinesen ihre Mauer und die Russen den Kreml. Der Bekanntheitsgrad eines Landes drückt sich in solchen prominenten Symbolen aus. Durch was kann Rumänien repräsentiert werden? Jeder von uns hat einen Lieblingsplatz im Land, auf den er stolz ist: Wie die bezaubernden Moldauklöster mit ihren Außenmalereien im Norden der Bukowina. Besuche im Königsschloss Peles sind obligatorisch, ebenso wie in Sibiu oder der Unesco-Innenstadt von Sighisoara. Wahrscheinlich gibt es keinen Rumänen, der nicht ein Foto von sich und dem Casino in der Hafenstadt Constanza hat. Lassen Sie uns die sieben Wunder Rumäniens bestimmen."
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