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Hoch, Marc


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 12.06.2007

Das Kosovo-Dilemma

Marc Hoch hält weitere Verhandlungen über das Kosovo-Statut für "zwecklos": "Sie würden die dringend notwendige Lösung der Kosovofrage nur weiter in die Länge ziehen. Der Ahtisaari-Plan schlägt dafür das Modell einer überwachten Unabhängigkeit vor, aber auch das wischen die Russen mit dem Argument beiseite, es schaffe einen Präzedenzfall, der die tausend Kosovos dieser Erde ermuntern würden, sich von ihren Mutterländern loszusagen. Doch was heißt Präzedenzfall? Nirgendwo sind die Verhältnisse wie im Kosovo, der seit 1999 unter UN-Verwaltung steht und de facto längst unabhängig ist. Zwei Millionen Albaner mit eigener Sprache, eigener Kultur, eigener Regierung stehen in der Provinz 100 000 Serben gegenüber. Mit Serbien aber verbindet die Albaner nichts, weil die Serben mit ihrer Unrechtspolitik über große Strecken des 20. Jahrhunderts die Albaner in der Ausübung ihrer Kultur- und Menschenrechte behindert haben. Der Kosovo ist ein einmaliger Fall."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 30.10.2006

Serbien hält am Kosovo fest

Die eigentliche Entscheidung über die Zukunft des Kosovo fällt nach Parlaments- und Präsidentschaftswahlen, die auf das Verfassungsreferendum folgen - und zwar im UN-Sicherheitsrat, behauptet Balkan-Experte Franz-Lothar Altmann im Gespräch mit Marc Hoch. Die geringe Wahlbeteiligung beim Verfassungsreferendum zeige, "dass sich in der Bevölkerung zunehmend die Erkenntnis durchsetzt, das Kosovo ist verloren. Die Bemühungen der Politiker, die Zugehörigkeit der Provinz zu Serbien immer wieder zu betonen, werden zwar einerseits von den Serben akzeptiert. Aber das ist doch für die Menschen nicht mehr die entscheidende politische Frage. Für die Leute sind ganz andere Fragen entscheidend: Wie können wir endlich unseren Lebensstandard verbessern? Wie können wir uns endlich in Richtung EU bewegen? Bei der Beantwortung dieser Fragen ist der Kosovo doch eher eine Bremse."

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