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Hudalla, Anneke


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Respekt - Tschechien | 07.10.2008

Anneke Hudalla über die internationale Bedeutung der Tschechen

Die Tschechen beschweren sich häufig darüber, dass sie als kleines Volk nie die Möglichkeit hätten, das Geschehen um sie herum zu beeinflussen, stellt Anneke Hudalla im liberalen Wochenblatt Respekt fest und fragt: "Ist es nicht eher so, dass die Tschechen überhaupt keine Zeit haben, sich mit den wirklichen Fragen unserer Zeit zu befassen, weil sie die meiste Zeit den Affären und Intrigen ihrer einheimischen Politiker widmen? Ist es wirklich so wichtig, woher ein Politiker sein Auto hat und dass er damit zu schnell gefahren ist, dass man darüber keine Zeit für Debatten etwa über die Einwanderungspolitik der EU oder den Sinn des Krieges in Afghanistan hat? ... Sicher, in einem Land, in dem die Korruption blüht und die Polizei kein Mittel dagegen findet, ist es normal, wenn sich die Medien dem mehr widmen als anderem. Die Tschechen sollten nur aufpassen, dass sie [von den kleinen Problemen] nicht regelrecht besessen werden. Wer will, dass einen die anderen ernst nehmen, muss auch mit ernst zu nehmenden Argumenten daher kommen. Dann wird sich beweisen, dass die Größe eines Landes überhaupt nicht entscheidend für seinen Einfluss ist."

Respekt - Tschechien | 19.09.2008

Was darf investigativer Journalismus?

Tschechien wird derzeit durch einen Skandal erschüttert, bei dem ein TV-Sender gemeinsam mit einem Abgeordneten nachzuweisen versuchte, mit welch schmutzigen Methoden in Prag Politik gemacht wird. Sie boten gezielt vermeintlich kompromittierende Nacktfotos an, die dann tatsächlich für einen Erpressungsversuch missbraucht wurden. Der führende deutsche Enthüllungsjournalist Hans Leyendecker äußert sich im Interview mit dem liberalen Wochenblatt zu dem Fall und kommt zu dem Schluss: "Ein solches Vorgehen wirft juristische wie ethische Fragen auf. In Deutschland würde man sich damit an der Grenze zum Gesetzesbruch bewegen. Unter seriösen Journalisten herrscht hier der Konsens, dass man Methoden wie das Schießen von Nacktfotos nicht benutzt. ... Der Journalist kann kein Agent Provocateur sein. Er muss die Realität abbilden, aber er darf sie nicht bilden."

Respekt - Tschechien | 18.09.2006

Eine Allianz für Bier?

Tschechiens neuer Außenminister Alexandr Vondra hat bei seinem jüngsten Berlinbesuch für Heiterkeit gesorgt, als er seinem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier vorschlug, eine "Allianz für das Bier" zu gründen, um damit Bestrebungen aus Brüssel zur Verteuerung des Getränks zu kontern. Anneke Hudalla schreibt: "Nichts gegen Bier. Und nichts dagegen, dass die tschechische Regierung die Interessen ihrer Bürger vertritt. Die EU-Kommission will die Steuern auf Alkohol anheben, was keinen Tschechen erfreut. Vondra weiß das. Er sagt, die Kluft zwischen dem, was die Elite und die übrigen Menschen in der Union denken, werde immer größer. Er möchte, dass die Menschen und die EU wieder näher zusammenrücken. Das ist gut so - wenn es nicht dazu führt, dass die Europapolitik Tschechiens populistisch von Volkes Stimme geleitet wird."

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