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Hutton, Will

Formerly editor of the Observer, Will Hutton is Chief Executive of the Industrial Society. From 1990 to 1996 he had been economics editor of the Guardian. A former stockbroker, Will Hutton spent ten years with the BBC and from 1983 to 1988 was economics correspondent for BBC 2's 'Newsnight'.


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


The Observer - Großbritannien | 25.05.2009

Europawahlen: Will Hutton über den Sinn eines britischen EU-Austritts

Der Publizist Will Hutton schreibt in der Sonntagszeitung The Observer über die Bedeutung der Europawahlen und fragt sich, ob es nicht besser wäre, wenn Großbritannien aus der EU austreten würde: "Die Meinungsumfragen legen nahe, dass mehr als 50 Prozent der [britischen] Stimmen an EU-feindliche Parteien gehen werden. Ich bin nicht sicher, dass sich die Briten der Konsequenzen ihrer Wahl bewusst sind. Aber es hat eine Dynamik eingesetzt, die zu ihrem Austritt aus der EU führen wird. Als Europa-Freund will ich nicht, dass es dazu kommt. Aber ich beginne mich zu fragen, ob es nicht besser für Europa wäre. Nur ein Leben außerhalb Europas - so wie es die Skeptiker wollen - das ein politisch weniger einflussreiches Großbritannien schafft, das sich für Hedge-Fonds, Steuerflüchtlinge und Käufer unrentabler Anlagen eignet - kann eine britische Mehrheit davon überzeugen, dass diese Option ein Desaster ist. In der Zwischenzeit können die Europäer die EU weiterführen und dem europäischen Parlament mehr Vollmachten geben. Wenn eine konservative Regierung in 25 Jahren ein verarmtes und verbittertes Großbritannien wieder zurück in die EU führt, wird die Realität politische Reife erzwungen haben. Und Wahlen für das Europäische Parlament werden viel ernsthafter sein."

The Guardian - Großbritannien | 01.10.2008

Großbritannien braucht den Euro

Der Kolumnist Will Hutton argumentiert in der Tageszeitung The Guardian, dass nur noch der Euro Großbritannien aus der Krise holen kann: "Internationale Investoren werden britische Banken herausgreifen als die schwächsten im System, die nur eine mittelgroße Volkswirtschaft zur Unterstützung haben. Großbritannien braucht seinen eigenen Paulson-Plan, ... hat aber nicht die finanzielle Schlagkraft. ... [Der Oppositionschef David] Cameron und [der Regierungschef Gordon] Brown sagen beide, dass sie tun, was nötig ist, und nicht erlauben werden, dass politische Differenzen der finanziellen Stabilität im Wege stehen. Gut, aber begreifen sie, was im schlimmsten Falle nötig ist? Der einzige brauchbare britische Paulson-Plan – abgesehen von einem über 500 Milliarden Pfund schweren Kredit – würde von uns verlangen, dem Euro beizutreten, um die Unterstützung der ganzen europäischen Wirtschaft und der Europäischen Zentralbank zu gewinnen; als Teil einer pan-europäischen Initiative, um 'gute Banken' für Europa zu schaffen."

The Observer - Großbritannien | 16.09.2007

Anleger stürmen die britische Northern Rock Bank

Die angeschlagene britische Hypothekenbank Northern Rock – die fünftgrößte des Landes - musste in der vergangenen Woche die Bank of England um Liquiditätshilfe bitten, da keine andere Bank aus Angst vor Insolvenz der Northern Rock noch Kredit gewährte. Will Hutton berichtet: "Als am Donnerstag die Nachricht über Nacht bekannt wurde, sind die gewöhnlichen Sparbuchbesitzer dem Tipp der Finanzwelt gefolgt: Sie belagerten die Telefonzentrale und stürmten die Bankfilialen. Am Ende hatten sie etwa 1,45 Milliarden Euro abgehoben. Das war ein Ansturm auf eine Bank, wie wir ihn in diesem Ausmaß seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr erlebt haben. Er zeigt auch das Ausmaß an schlechtem Management, mangelnder Regulierung und die strukturellen Schwächen des heutigen Finanzsystems... Die stolzen Finanzleute hatten darauf bestanden, dass sie keine Regulierung bräuchten und die nationalen Ersparnisse sorgsam hüten würden. Das ihnen entgegengebrachte Vertrauen wurde enttäuscht."

The Observer - Großbritannien | 24.12.2006

Die Zukunft des Web 2.0

Der Journalist Will Hutton zählt das Web 2.0 zu den fünf Ideen, die die Menschheit im Jahr 2006 weiter gebracht haben. "Eine neue Kultur zeichnet sich ab, die es den Menschen erlaubt, auf revolutionäre Weise miteinander in Kontakt zu treten. Es geht ums Bloggen oder um YouTube, wo User Videos austauschen, die sie selbst aufgenommen haben. Die Zunahme von Seiten, die man mitgestalten kann - wie MySpace, Wikipedia, Skype, Flickr, Facebook, Second Life und so weiter -. ist ein Teil dieses Trends. Sie sind nur die Vorboten von Web 3.0, in dem die Architektur viel weiter fortgeschritten sein wird. Suchmaschinen werden nicht mehr nur Daten auflisten, sie werden Fragen beantworten. Web 3.0 wird bedeuten, dass das Netz ein dauerhafter Teil unseres Bewusstseins, unserer Gespräche und unserer Wahrnehmung sein wird. Am Ende wird uns ein Chip in unserem Gehirn in Echtzeit mit dem gesamten Netz verbinden, was die Möglichkeiten unserer Datenspeicherung unvorstellbar vergrößern wird."

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