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Jendroszczyk, Piotr


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Rzeczpospolita - Polen | 16.03.2011

Politisches Machtgefüge im Umbruch

Die Ankündigung der deutschen Regierung, sieben Atomkraftwerke vorübergehend abzuschalten, wird sich auf die politischen Kräfteverhältnisse in Deutschland auswirken, meint die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita: "Das ist nicht nur ein Einschnitt für die deutsche Energiepolitik, sondern auch eine empfindliche Niederlage für das Atomprogramm der Regierung. 'Der plötzliche Kurswechsel dürfte vom größten Teil der Wählerschaft der CDU negativ aufgenommen werden', erklärte [der Politikwissenschaftler] Professor Gerd Langguth. Die Opposition zweifelt nicht daran, dass die Kanzlerin aus wahltaktischen Gründen so handelt. Die Ereignisse in Japan haben direkten Einfluss auf das Kräfteverhältnis in Deutschland. Die Grünen fühlen sich schon als Sieger: Bereits seit Jahren fordern sie eine Abkehr vom Atomstrom in ganz Europa. Ihre Bedenken teilt der EU-Energiekommissar Günther Oettinger [CDU]. Er fordert eine stärkere Kontrolle der Atomkraftwerke."

Rzeczpospolita - Polen | 02.07.2010

Merkel braucht neuen Regierungsstil

Die mühsame Wahl des Kandidaten der Regierungskoalition, Christian Wulff, zum Bundespräsidenten ist ein Zeichen für die momentane Führungsschwäche von Bundeskanzlerin Angela Merkel, meint die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita. Zeit für einen neuen Politikstil: "Während des Marathons am Mittwoch ist klar geworden, dass die Bundeskanzlerin die Macht über ihre Partei verloren hat. Davon, dass sie schon ihren Einfluss auf die Koalitionspartner - die bayerische CSU und die liberale FDP - eingebüßt hat, wollen wir gar nicht mehr reden. ... Niemand bezweifelt, dass sie [die CDU-Abweichler, die zunächst nicht für Wulff gestimmt haben] damit ihre große Unzufriedenheit mit der Partei-Chefin und der Regierung zeigen wollten. 'Merkel muss sich nun ernsthaft überlegen, wie sie ihren Regierungsstil ändert', findet der Biograph von Angela Merkel, Gerd Langguth. Viele Beobachter sind der Auffassung, dass das, was passiert ist, der Anfang von ihrem politischen Ende und vom baldigen Auseinanderfallen der Regierungskoalition ist."

Rzeczpospolita - Polen | 01.06.2010

Deutscher Präsident war zu schwach

Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler ist am Montag wegen anhaltender Kritik an seinen Aussagen über die Rolle von internationalen Bundeswehreinsätzen zur Sicherung von Wirtschaftsinteressen überraschend zurückgetreten. Die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita begrüßt den Schritt Köhlers, weil er ein schwaches Staatsoberhaupt war: "Laut Verfassung hat der Präsident der Bundesrepublik Deutschland bei Staatsangelegenheiten eigentlich nichts zu sagen. Das heißt aber nicht, dass er ein politischer Strohmann wäre. Deutschland erwartet vom Staatsoberhaupt eine moralische Führung und politische Visionen, die Anhaltspunkte geben, in welche Richtung sich der Staat entwickelt. Der Präsident der Bundesrepublik hat zwar keine verfassungsmäßigen Rechte, doch verfügt er über eine mächtige Waffe: nämlich das Wort. Horst Köhler hat es nicht vermocht, diese Waffe zu nutzen. Und wenn er es doch getan hat, dann folgte darauf stets Unverständnis. Seine Reden und Interviews haben in den Medien selten Widerhall gefunden."

Rzeczpospolita - Polen | 16.03.2006

Kinderarmes Deutschland

Deutschland hat die niedrigste Geburtenrate der Welt. Das ist das Ergebnis einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, die am 15. März veröffentlicht wurde und für große Aufregung in Deutschland sorgt. Korrespondent Piotr Jendroszczyk sieht die Ursache in der Mentalität: "Der Mangel an Kinderkrippen und Kindergärten ist nur einer der Gründe des deutschen demographischen Crashs... Die Zeit für ein Kind kommt, wenn man die beruflichen und materiellen Ziele erreicht hat, wenn man sich ein Kind leisten kann. Ein Drittel der Frauen mit Hochschulbildung aber sieht in ihrem Leben keinen Platz für ein Kind, weil es die berufliche Karriere erschwert. Die Verbreitung von solchen Einstellungen lässt die Behauptung zu, dass kein Regierungsprogramm einen Kinderboom in Deutschland auslösen wird."

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