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Kahlweit, Cathrin
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Vermeintliche Heilsbringer
Der Einsatz von Bodentruppen in Libyen würde großen politischen Schaden anrichten, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Sollten einzelne Mitglieder des Sicherheitsrats das Mandat derart ausdehnen, dürfte es heftige Gegenwehr geben. ... Dieser Militäreinsatz könnte am Boden vermutlich entschieden werden. Aber es wäre ein historischer Fehler, wenn europäische Truppen als vermeintliche Heilsbringer auf arabischer Erde mit unklarem Ausgang für weitgehend unbekannte Partner in den Krieg ziehen würden. Ehrlicher, wenn auch bitter ist es, weiter Hilfe zu leisten, wo das geht: humanitär, diplomatisch, mit massivem politischen Druck, aber im Rahmen des bestehenden Konsenses. Der politische Schaden in Libyen und Nahost wird groß sein. Aber nicht so groß wie ein Nato-Krieg auf arabischem Boden oder gar ein Militäreinsatz des Westens ohne entsprechendes Mandat."
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Ignoranz ist größte Katastrophe
Die in Westeuropa üblichen Umweltstandards gelten noch nicht für die Montanindustrie in Osteuropa, kritisiert die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Hier wären die größten Investitionen erforderlich. In Rumänien etwa hatte 2000 der Dammbruch einer Golderz-Aufbereitungsanlage in Baia Mare Zehntausende Kubikmeter Zyanidlauge freigesetzt und zahlreiche Flüsse verseucht. Damals galt das als größtes Unglück in Osteuropa seit Tschernobyl, so wie nun auch der Unfall in Ungarn mit dem damaligen GAU verglichen wird. Die wirkliche Katastrophe in Osteuropa aber ist die weit verbreitete Ignoranz in Umweltfragen. Die nächsten Unfälle drohen bereits, weil viele Altlasten bleiben, weil korrupte Behörden nicht beaufsichtigen, und weil Umweltschäden zwar in der Ökobilanz, aber nicht in Firmenbilanzen auftauchen. Das allerdings ist auch keine osteuropäische Spezialität."
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Gefahr für junge Demokratien
Die Tageszeitung Süddeutsche Zeitung befürchtet, dass die Finanzkrise die jungen Demokratien in Osteuropa gefährden könnte. "Pessimisten reden bereits von einem drohenden Staatsbankrott der Ukraine oder Ungarns, den es abzuwenden gelte. ... Seit dem Fall der [Berliner] Mauer und der Öffnung der EU gen Osten galt die Entwicklung Mittelosteuropas als Erfolgsgeschichte. ... Denn niedrige Kreditzinsen, hohe Investitionsraten und ein wachsender Lebensstandard verhalfen der Region zu einem Aufschwung, der quasi von selbst lief. Nun erweist sich, dass dieser Erfolg zumindest in einigen Staaten auf Sand gebaut war - ein Leben auf Pump mit Hilfe fauler Kredite. Es fehlen Reformen, starke Zentralbanken und effiziente Bürokratien. Die Wähler in vielen jungen Demokratien sind ohnehin desillusioniert. Wenn nun die nötigen Einschnitte und eine radikale Sparpolitik erzwungen würden, könnte das einen Aufschwung ganz anderer Art befördern: einen Zuwachs an Populisten und Anti-Europäern."
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