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Kamberský, Petr


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Hospodářské noviny - Tschechien | 09.06.2009

Petr Kamberský über die Unlust auf mehr Einheit in Europa

"Die Lehre aus den [Europa-] Wahlen ist elementar: Es existiert keine größere Sehnsucht nach einer stärkeren Integration", schreibt Petr Kamberský in der Wirtschaftszeitung Hospodářské Noviny. "Es gibt deshalb [auch] keinen Grund, die Einigung zu verstärken. ... Es gibt keine europäische Nation. Die Vereinigten Staaten von Europa sind ein Traum aus den Literaturcafés, keineswegs aber absehbare Realität. Weltläufig sind Studenten, eine Handvoll Geschäftsleute und Profis. Die pendeln quer über Kontinente, weil ihre einzigartigen Dienste überall gebraucht werden. Der Rest Europas bleibt auf der heimatlichen Scholle, wenn man davon absieht, dass er sich an zehn Wochenenden des Jahres zu Ausflügen auf nach Porto, Ljubljana oder Prag macht. Die Unlust der Menschen auf eine Einigung bedeutet aber nicht, dass man keine Lust auf Europa mit seinen vier Grundpfeilern hat. Die Entscheidungen über die Freizügigkeit von Menschen, Waren, Dienstleistungen und Kapital fällt jedoch die undemokratische Europäische Kommission, nicht das Parlament. Das verabschiedet nur eine überflüssige Resolution nach der anderen."

Hospodářské noviny - Tschechien | 12.12.2008

Aus für futuristische Prager Nationalbibliothek

Der Prager Magistrat hat gestern das endgültige Aus für das futuristische Projekt einer neuen tschechischen Nationalbibliothek beschlossen. Ausgangspunkt, so die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny, sei das Nein von Präsident Václav Klaus gewesen, dem das Gebäude, das die Tschechen wegen seines Aussehens liebevoll 'Krake' nannten, schlichtweg nicht gefallen habe. "Der Präsident ist ein mächtiger Mann. Er stoppte einen Bau, der in einer regulären Ausschreibung gesiegt hatte. Er spitzte damit auch die Beziehungen zwischen dem Land und seinen derzeit berühmtesten Architekten zu. ... Diesem 'Hussiten', der einst keinen Unterschied zwischen der katholischen Kirche und einem Kleingartenverein sah, gelang dies alles mit einem einzigen Satz: 'Der Krake blickt arrogant auf die St. Veits-Kathedrale herab'. Man muss sich nicht wundern, dass sich das Staatsoberhaupt in alles einmischt, wenn es immer wieder genügend Leute gibt, die nach seiner Pfeife tanzen."

Hospodářské noviny - Tschechien | 24.10.2007

USA erwägen russische Beteiligung am Raketenschutzschild

US-Verteidigungsminister Robert Gates hat gestern bei Verhandlungen über den umstrittenen US-Raketenschutzschild die tschechische Führung düpiert: Gates schlug vor, russische Soldaten könnten Teil der Besatzung der in Westböhmen geplanten Radarstation werden. Petr Kamberský kommentiert: "Es ist, als käme eine Seltsamkeit der tschechischen Geschichte, der wir 1989 die Tür gewiesen haben, durchs Fenster zurück... Man kann nicht ausschließen, dass es bei einer größer werdenden Bedrohung durch den Iran zu einer echten Zusammenarbeit zwischen Russen und Amerikanern kommt. Heute sieht es so aus, als habe Gates nur einen raffinierten Zug gemacht, ebenso wie Wladimir Putin, als dieser den Amerikanern anbot, in einer Radarstation in Aserbaidschan mitzuarbeiten. Das klingt gut, füllt die Schlagzeilen der Zeitungen, hat aber keinerlei praktische Folgen."

Hospodářské noviny - Tschechien | 13.07.2006

Wie weiter nach dem Patt in Tschechien?

Seit fünf Wochen wird in Tschechien eine neue Regierung gesucht, was sich wegen des politischen Patts zwischen Konservativen und Sozialdemokraten im Parlament als schwierig erweist. Petr Kambersky sieht in der Krise auch eine Chance: "Eine solche Möglichkeit ist das Angebot des bisherigen sozialdemokratischen Premiers Paroubek, über die Einführung eines Mehrheitswahlrechts zu reden. In der selbstständigen Tschechischen Republik gab es bislang vier Wahlen, aus denen nie eine funktionierende Regierungsmehrheit hervorgegangen ist. Der Grund dafür ist leicht auszumachen. Einen Teil der Abgeordnetensessel besetzen die (kommunistischen) Extremisten. Und es ist fast unmöglich, aus dem Rest der Abgeordneten eine Mehrheit von mehr als 100 zu bilden. Das ist das eigentliche Problem, über das geredet werden muss."

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