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Kamm, Oliver

Oliver Kamm (born 1963) is a British writer and newspaper columnist. He is the author of Anti-Totalitarianism: The Left-wing Case for a Neoconservative Foreign Policy (2005), in which he advocates interventionism in foreign policy.[1] He also writes opinion pieces for The Times.


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


The Times - Großbritannien | 25.11.2009

Wikipedia ist anti-intellektuelles Projekt

Die englischsprachige Version der Online-Enzyklopädie Wikipedia hat laut einer Studie Zehntausende Autoren verloren. Die Tageszeitung The Times nimmt dies zum Anlass, das Portal grundsätzlich in Frage zustellen: "Der anhaltende Rückgang bei der Zahl der Wikipedia-Redakteure könnte das Ende der Dominanz einer bemerkenswerten Online-Ressource signalisieren. ... Wikipedia ist im Kern ein anti-intellektuelles Projekt. Wissen ist im Grunde demokratisch, da niemand das Recht auf das letzte Wort hat. Wikipedia ist auf eine andere, zerstörerische Art und Weise demokratisch, da jeder unabhängig von seiner Kompetenz mitmachen kann. Der Beitrag eines jeden Redakteurs ist von gleichem Wert. Das ist ein Affront gegenüber dem Konzept einer uneigennützigen intellektuellen Recherche. Wikipedia würdigt nicht die größere Annäherung an die Wahrheit, sondern einen höheren Grad an Konsens. Dieser Ethos unterminiert Wikipedia prinzipiell als Auskunftsquelle. ... Wikipedia steht für eitlen Dilettantismus."

The Times - Großbritannien | 16.08.2007

WikiScanner macht Wikipedia transparenter

In dieser Woche ist das neue Webtool WikiScanner online gegangen. Damit können Benutzer der Online-Enzyklopädie Wikipedia Veränderungen nachvollziehen. Oliver Kamm erklärt: "So kann man diejenigen, die einen Wikipedia-Artikel verändern, identifizieren - zumindest nach dem Ort und der Organisation, von der aus sie posten. Das Entfernen von unvorteilhaften Beurteilungen bestimmter Unternehmen konnte schon bis zu den Computern der fraglichen Unternehmen nachvollzogen werden... Dass eine Technologie erfunden wurde, die solche Spielchen aufdeckt, könnte als ein Beweis dafür gewertet werden, dass der Cyberspace sich stets selbst korrigiert. Doch eigentlich sollte man das als Lektion begreifen, wie leicht Informationen manipuliert werden können - in einer Kultur, die so sehr auf 'user-generierten Content' steht... Internetkritiker meinen, das Web feiere die Amateure. Aber Wikipedia ist noch viel schlimmer; es ist ein Hort versteckter Lobbies."

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