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Kapuscinski, Ryszard
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Ryszard Kapuscinski über die Macht der Tyrannen
Der polnische Reporter Ryszard Kapuscinski hat über rund 30 Revolutionen berichtet. In einem Gespräch mit Gilles Anquetil und Francois Armanet beschreibt er, was ihn an den "Episoden des Zerfalls von Macht" so fasziniert: "Jede Diktatur macht die selben Fehler, jede von ihnen endet mit einem Umsturz. Normalerweise lehren uns die Bücher, Geschichtslehrbücher, Dokumente, wie solche Ereignisse ablaufen. Was mich betrifft, so hatte ich die Möglichkeit, diese Mechanismen des Zerfalls, des Endes von Herrschaften aus der Nähe zu beobachten. Ich habe mich bemüht, den Moment festzuhalten, in dem Macht in politischer Blindheit versinkt, in dem sie machtlos wird, meist ohne es überhaupt zu merken. In der Tat nimmt blinde Macht dem Tyrannen den Instinkt zur Machterhaltung, sie treibt ihm jeden Menschenverstand aus. Die letzten Jahre des Schahs im Iran und von Haile Selassie in Äthiopien waren für mich ganz typische Beispiele einer solch finsteren Metamorphose."
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Ryszard Kapuscinski über das Phänomen der kulturellen Vielfalt
Der polnische Schriftsteller und Reproter Ryszard Kapuscinski wendet sich dem Phänomen der kulturellen Vielfalt zu. "Wir nennen unsere heutige Welt multiethnisch und multikulturell, nicht weil es mehr Gemeinschaften oder Kulturen gäbe, sondern weil diese sich immer mehr Gehör verschaffen und mit unabhängiger und entschlossener Stimme Wertschätzung sowie einen Platz am Tisch der Nationen einfordern. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben sich zwei Drittel der Weltbevölkerung aus dem Joch ihrer Kolonialherren befreit und sind Bürger unabhängiger Staaten geworden. Nach und nach haben diese Menschen ihre eigene Vergangenheit, ihre eigene Kultur, ihre Vorstellungswelt, ihre Mythen und Legenden, ihre Wurzeln und ihre Identität entdeckt. Und nun, wo sie diese Entdeckungen verinnerlicht haben, beziehen sie daraus rechtmäßigen Stolz."
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