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Kastelic, Brane
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Stimmen aus dem Ausland
Brane Kastelic, Großbritannienkorrespondent der Tageszeitung Dnevnik, befasst sich mit dem Einfluss der Wahlstimmen der im Ausland lebenden Slowenen und zieht einen Vergleich mit den ausgewanderten Briten. "Im Fall Slowenien gibt es mit den Stimmen aus dem Ausland ein spezifisches Problem. ... Einige im Ausland lebende [Wähler] glauben, dass sie weit weg von zu Hause noch immer die 'Roten' bekämpfen müssen. Urteilt man danach, wie viele britische Auswanderer bisher an den Wahlen teilgenommen haben, könnte man meinen, die Wahlen sind für sie bedeutungslos. ... Doch jetzt, da sich bei den kommenden Wahlen [in Großbritannien] ein knappes Ergebnis abzeichnet, spricht man viel mehr über die Auslandsstimmen, die vor allem für die Konservativen interessant sind. Warum? Weil die meisten der im Ausland lebenden Briten für die Konservativen stimmen. ... Die Konservativen rechnen nun mit bis zu einer Millionen Stimmen aus dem Ausland. Es geht also nicht darum, was die Parteien für die Auswanderer, sondern was diese für die Parteien tun können. Pathetisch! ... Die Parteien sollten sich eher mit der Frage beschäftigen, warum 39 Prozent (in Großbritannien) und 36 Prozent (in Slowenien) der 'heimischen' Wähler bei den letzten Wahlen ihr Wahlrecht nicht in Anspruch genommen haben, anstatt (wie in Slowenien) zu hoffen, dass die Stimmen aus dem Ausland über den Wahlsieger entscheiden oder auch nicht."
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Browns Optimismus
Nach seinem Urlaub hat Großbritanniens Premierminister Gordon Brown angekündigt, die Probleme der Briten anzugehen und bei den nächsten Parlamentswahlen zu gewinnen. In der Tageszeitung Dnevnik räumt der Auslandskorrespondent Brane Kastelic dem stark in der Kritik stehenden Premierminister wenig Erfolgsaussichten ein. "Während Brown in Peking erwartet wird ... hat eine große Diskussion darüber begonnen, warum gerade Sportler, die Privatschulen besucht haben, ... so viele Medaillen holen. ... Dies hilft den Konservativen in ihrer Kritik, die Labour-Partei habe während ihrer elfjährigen Amtszeit die sozialen Unterschiede in der britischen Gesellschaft vergrößert und sei Schuld an der wachsenden Armut und der schlechten Situation der Rentner. Der Chef der konservativen Partei, [David] Cameron, bezeichnet sich als Politiker, der diese Ungerechtigkeiten abschaffen wird. Verkehrte Welt? Einst wurden die britischen Konservativen als böse Partei der Privilegierten bezeichnet, jetzt kündigen sie eine Art gesellschaftlicher Revolution an. Browns Optimismus wird sehr bald schwinden."
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Kein Zufall?
Die Tageszeitung Dnevnik mutmaßt, dass die Veröffentlichung des Schreibens des ehemaligen Premierministers Tony Blair mitten im innerparteilichen Streit kein Zufall war: "Der Bürgerkrieg wurde einerseits durch die Angst vor einem Verlust bei den nächsten Wahlen ausgelöst, andererseits durch die Überzeugung, dass David Cameron und die Konservative Partei besiegbar sind, wenn die Labour-Partei nur Gordon Brown los wird. In den Krieg hat sich nun auch der ehemalige Ministerpräsident Tony Blair eingemischt. Er ist wütend, weil Brown seine Strategie verworfen und durch nichts ersetzt hat. ... Obwohl gestern noch drei Mitglieder der Regierung Brown ihre Unterstützung zugesagt haben, hat ihm Blairs Kritik großen Schaden zugefügt. ... Ist es Zufall, dass Blairs schriftliche Kritik gerade jetzt aufgetaucht ist, wo es offensichtlich ist, dass Außenminister David Miliband die Führungsposition anstrebt?"
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Unentschlossener Gordon Brown
"Großbritanniens Regierungschef Gordon Brown verliert an Unterstützung und stand wegen des Streits um ein Referendum zur schottischen Unabhängigkeit erneut in der Kritik", schreibt Brane Kasteli und skizziert Browns Dilemma: "Er macht als Regierungschef einen immer schlechteren Eindruck, als einer, der die Zügel des Regierens nicht mehr in der Hand hält und, wegen seiner Unentschlossenheit und geringen Autorität, von einer Krise in die nächste gerät. ... Jetzt ist noch ein Streit um ein Referendum ausgebrochen, da die Vorsitzende der schottischen Labour-Partei, Wendy Alexander, zur Unabhängigkeit Schottlands aufgerufen hatte." Brown, selbst Schotte, "hat alle verwundert, als er sich im Parlament nicht dazu äußern wollte, ob er ein Referendum unterstütze oder nicht. .... Hätte er dem Referendum zugestimmt, hätte er den Zusammenhalt der Union entkräftet. ... Hätte er sich dagegen ausgesprochen, hätte er Wendy Alexander absetzen müssen und eine neue Krise der Partei eingeleitet."
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