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Kaube, Jürgen


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 07.04.2009

Jürgen Kaube über das ungehörte Wort zum Ende des Atomzeitalters

Jürgen Kaube findet in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Plädoyer des US-Präsidenten Barack Obama für eine Welt ohne Atomwaffen bemerkenswert und wundert sich über die wenigen Reaktionen: "Wo bleiben die Sondersendungen der Nachtstudios? Warum schweigen die Philosophen? Welcher Bischof ruft zum Dankgebet? Der amerikanische Präsident kündigt eine Welt ohne Kernwaffen an. Und keiner hört hin. ... Zur kompakten Beschreibung 'Atomzeitalter' kann sich schon lange niemand mehr durchringen, die Hauptgefahren wechseln gegenwärtig im Wochentakt: Wirtschaftskrise, Klimawandel, demographische Entwicklung, Energieversorgung. ... Es scheint, als habe diese Geschichte der Krisenwahrnehmung Obama um die Wirkung seiner Rede gebracht. Nach Maßgabe der Vergangenheit sagte er etwas ganz und gar Unglaubliches. Die Zeitgenossen wissen das auch, aber es fällt ihnen objektiv nur Wohlwollen dazu ein. Man stelle sich vor, [Michail] Gorbatschow hätte die Auflösung der Sowjetherrschaft in Aussicht gestellt und wir hätten gelesen, das sei ein ganz wichtiges Signal."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | 24.04.2006

Die TV-Satire "Popetown"

Jürgen Kaube hat den von der BBC produzierten Trickfilm "Popetown", den der Fernsehsender MTV ab dem 3. Mai ausstrahlen will, gesehen und für schlecht befunden. Der Zeichentrickfilm versteht sich als Satire auf die katholische Kirche und den Vatikan. Proteste verhinderten die Ausstrahlung in Großbritannien, auch in Deutschland gibt es Empörung. Den Protest versteht Kaube nicht: "Im Sinne eines Übergangs vom ontologischen Gottes- zum cholerischen Glaubensbeweis behaupteten Muslime, die dänischen Karikaturen hätten sie fixiert, und Katholiken jetzt, ein Comic, den sie weder gesehen haben noch überhaupt sehen müssen, gucke sie beleidigend an. Es kann noch so blöd, so unerheblich und unmaßgeblich sein, was mitgeteilt wird, eine dadurch eintretende Gefühlsverletzung findet sich immer; und als religiöse ist sie selbstverständlich höchstrangig... Säkularisierung heißt: die Privatisierung konfessioneller Entscheidungen. Das gilt auch für das Einschalten von Fernsehsendungen mit pubertären Heiterkeitsansprüchen."

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