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Kiyak, Mely


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Berliner Zeitung - Deutschland | 06.02.2010

Kritik an iToaster

Anlässlich der Markteinführung des Apple-Computers iPad schreibt Mely Kiyak in der linksliberalen Berliner Zeitung einen ironischen Brief an Apple-Chef Steve Jobs: "Lieber Steve Jobs! Ich habe mir Ihre Pressekonferenz auf Video angeschaut, wie Sie in alten Klamotten dieses Gerät mit Patschfunktion vorstellten. ... Meine ausschließlich männlichen Journalistenkollegen sind vor Ekstase schier verrückt. ... Dabei kann das Ding, das Sie dieses Mal erfunden haben, nichts, was bisherige Geräte nicht auch können. … Einige Verrückte glauben, dass Schönheit und Eleganz manchen Designs elektronischer Geräte auf den Benutzer abfärbten. Mitnichten Gentlemen! ... Männer mit groben Wurstfingern beim Befummeln ihrer winzigen Geräte zuzusehen, wie Sie, patsch patsch, ständig die richtigen Tasten verfehlen, ist nichts, was Appetit macht. ... Nun sind sogar Verleger begeistert und erhoffen sich eine Rettung ihres Geschäftes. Die Medienhäuser glauben, das Gerät würde das Zeitungslesen revolutionieren und aus Bürgern Abonnenten machen. iDerdaus! Meines Wissens ist der Toaster nur so gut, wie das Toastbrot selbst!"

Die Zeit - Deutschland | 19.01.2006

Integrationspolitik

Die Journalistin Mely Kiyak befasst sich mit einem deutschlandweit sehr umstrittenen Fragebogen, den Baden-Württemberg für muslimische Einwanderer entworfen hat, die die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen wollen. "Warum traut man sich in Deutschland nicht, die Fragen auszusprechen, um die es tatsächlich geht? 'Weshalb möchten Sie deutscher Staatsbürger werden?', 'Können Sie sich mit dem Grundgesetz identifizieren?' und 'Gehören Sie einer religiösen Gemeinschaft an, wenn ja, welcher?' Punkt, aus. Aber in dem Leitfaden kommen diese Fragen ähnlich lächerlich versteckt daher wie ein als Laubstrauch getarnter Mensch in einer Fußgängerzone. Die meisten Ausländer, die eingebürgert werden wollen, sind doch in dieser unserer Gesellschaft groß geworden. Sie sind durch die deutschen Bildungssysteme gegangen, und wenn man ihnen ein dementsprechendes Gesprächsniveau nicht zutraut, dann sollte man doch wenigstens so ehrlich sein und die Fragen in ein 'Du schlagen Frau?' übersetzen."

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