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Konen, Michel
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Belgien findet eine Regierung
Michel Konen freut sich, dass Belgien wieder eine Regierung hat, bleibt aber skeptisch. "Es wäre übertrieben, wenn man angesichts dieser Einigung von einem Programm spräche. Man sollte lieber von einem Katalog guter Absichten sprechen. Gerade ausreichend, um eine Regierungserklärung an die Adresse der Parlamentarier abzugeben, die keine Lust haben, den neuen Ministern das Leben schwer zu machen. Gewiss sind sehr viele Versprechungen gemacht worden. Die Minister brauchten Ideen für neue Ausgaben, also haben sie Ideen für neue Ausgaben produziert. Und zwar so viele, dass sie keine Zeit hatten, sich um die Finanzierung zu kümmern und die Projekte auch umzusetzen... Leterme hat die ungelösten Probleme nicht nach alter belgischer Tradition eingefroren. Er hat sie auf später verschoben, auf die kommenden Wochen und Monate. Er hat seine Zukunft mit Fallen versehen, die den Männern und Frauen, die bislang kaum Willen gezeigt haben, zusammenzuarbeiten, viel Anlass zu Debatten geben werden."
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Belgien hat eine Übergangsregierung
Nach sechsmonatiger Krise ist es dem ehemaligen belgischen Premierminister Guy Verhofstadt gelungen, eine Übergangsregierung zu bilden. Yves Leterme, der die Wahlen im Juni 2006 gewonnen hatte, soll am 23. März 2008 Chef einer endgültigen Regierung werden. "Am Ende hat der gesunde Menschenverstand gesiegt", freut sich Michel Konen. "Guy Verhofstadt muss nun zuhören, integrieren und sich Lösungen ausdenken. Auf diesem Gebiet ist er wirklich gut. Natürlich ist die Lösung, die nun gefunden wurde, um aus der Krise herauszukommen, dermaßen belgisch, dass sie alle Analysen der erfahrensten Politologen in Frage stellt. Sie kommt 'ex nihilo', wie man hochgestochen sagen würde, sie ist etwas Unerhörtes, nie Dagewesenes in der politischen Geschichte des Landes."
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Die Naivität der frankophonen Belgier
Michel Konen schreibt über die politische Krise in Belgien, wo seit drei Monaten keine neue Regierung zu Stande kommt, weil Flamen und Wallonen sich nicht auf die Machtverteilung einigen können. "Die vergangenen 93 Tage haben gezeigt, dass die französischsprachigen Belgier nicht damit umgehen können, dass Flandern - zu Recht oder zu Unrecht, nicht mehr glaubt, dass Belgien einen Mehrwert darstellt. Flandern möchte sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Die Frankophonen hingegen haben Angst vor ihrem Schicksal. Davon zeugt auch eine politische Tatsache: Die Frankophonen haben nicht mit den flämischen Forderungen gerechnet. Zumindest konnten sie sich nicht vorstellen, dass sie solche Ausmaße annehmen. Das ist ein großer Fehler."
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Yves Leterme scheitert an Regierungsbildung
Seit die Christdemokraten die belgischen Parlamentswahlen am 10. Juni gewonnen haben, hat deren Spitzenkandidat, der derzeitige Ministerpräsident Flanderns, Yves Leterme, vergeblich versucht, eine Regierung zu bilden. Nun hat Leterme den Auftrag zurück gegeben. Es sei ihm nicht gelungen, bedauert Michel Konen, die Forderungen der Flamen und der Wallonen zu vereinbaren: Leterme "war der Situation nicht gewachsen. Er war zu selbstgewiss und besaß nicht genügend Vertrauen in die anderen. Sein Aufgeben stellt zugleich die flämische Strategie in Frage: den gewaltsame Durchmarsch. .. Doch niemand sollte sich über Letermes Scheitern freuen. Denn es zeigt, wie weit die Meinungen zwischen Flandern und dem französischsprachigen Teil des Landes über die Zukunft auseinander gehen... Und machen wir uns keine Illusionen: das Spiel wird von vorne losgehen, nur härter... Dabei sollte es im Jahr 2007 doch möglich sein, die alle Politiker zu versammeln, sich über das Bekannte hinwegzusetzen, gemeinsam zu träumen und unser Land neu zu erfinden!"
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Umweltschutz ist angekommen
Michael Konen stellt fest, dass "sich die öffentliche Meinung verändert hat. Die Umweltschützer werden nicht mehr für zarte Träumer gehalten, die gerade mal auf ein paar Ziegen aufpassen können. In Brüssel findet derzeit die zweite Sitzung der internationalen Expertengruppe der Vereinten Nationen (IPCC) statt, und alle Parteien haben das Umweltthema in ihr Programm aufgenommen... Es hat tatsächlich ein Bewusstseinswandel stattgefunden. Das verdanken wir den Aktivitäten eines Al Gore [USA], Nicolas Hulot [Frankreich] und, uns noch näher, Alain Hubert [Belgien]. Das verdanken wir, das müssen wir der Gerechtigkeit halber sagen, auch den hunderten und tausenden von Umweltschützern, die seit 20 Jahren Alarm schlagen... Aber wir dürfen uns nicht täuschen: Der Kampf um die Erde ist noch nicht gewonnen. Es hängt vom Verhalten jedes Einzelnen ab, wie der Kampf ausgeht."
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